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RAUS INS THEATER – REIN IN DIE NORMALITÄT

Nachdem die Covid-19 Pandemie auch Österreich erreicht hat, nach vielen Einschränkungen im gesellschaftlichen Leben und langem Bangen ist es nun endlich fix: Klagenfurts Freilufttheater zeigt im kommenden Sommer Peter Limburgs Komödie PIRANHAS IM WASSERBETT.

Anbei finden Sie zusammengefasst, was wir in den vergangenen Monaten unternommen haben und einen Ausblick, was wir nun vorhaben.

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Chronologie:

Die meisten Vorbereitungen wie Verhandlungen mit dem Verlag, Künstlerverträge, Einreichungen für öffentliche Drittmittel, Akquise privater Drittmittel, Reservierung der Locations etc. wurden bereits im vergangenen Jahr erledigt. Auch ein Regiekonzept wurde erarbeitet. Mit dem Online-Kartenvorverkauf, der so gut wie noch nie angelaufen ist, wurde Mitte Dezember begonnen. Die Premiere war für 25.06., Probenstart für 04.05.2020 angesetzt.

Mit dem Lockdown kam natürlich die Verunsicherung, wie es weitergehen wird. Nachdem die Bundesregierung am Montag, den 06. April 2020 bekanntgegeben hat, dass Veranstaltungen mit Publikum bis Ende Juni verboten bleiben, haben wir unsere Premiere auf den 07.07.2020 verlegt. Insgesamt mussten elf Vorstellungen verschoben werden. Der Kartenvorverkauf kam aus nachvollziehbaren Gründen auch völlig zum Erliegen.

Im Bewusstsein, dass wir als Freiluftveranstalter, der auch keine fixen Tribünenaufbauten hat, sondern die Spielstätte individuell gestalten kann, mehrere Möglichkeiten als etwa klassische Indoor-Bühnen haben, begannen wir, unser Konzept zu überdenken und alternativ-Szenarien durchzuspielen. Uns war auch klar, dass wir – wenn Veranstaltungen erlaubt werden würden – Abstandsregeln einhalten werden müssen und dadurch weniger Plätze anbieten können und somit wesentlich weniger Einnahmen durch den Spielbetrieb erzielen werden. 

Allerdings wollten wir unsere Veranstaltung nicht vorschnell absagen, weil wir alle spielen wollen und absolut bereit waren und sind, unter strikter Einhaltung aller notwenigen Sicherheitsvorkehrungen unserer Profession nachzugehen um unserem Publikum gerade in Zeiten wie diesen den Zugang zum Theater zu ermöglichen. Darüber hinaus wollten wir nicht die Hoffnung aufgegeben, dass der THEATER SOMMER KLAGENFURT seiner Verantwortung als Arbeitgeber nachkommen und aufrechte Verträge mit MitarbeiterInnen sowie Kooperationspartner erfüllen kann.

Die Pressekonferenz mit Kulturminister Werner Kogler und der Kunststaatssekretärin Ulrike Lunacek am 17.04.2020 warf bei mir mehr Fragen auf als es Antworten gab. Seit 05. Mai stand ich auch in Mail-Kontakt mit dem Kulturministerium. Dabei habe ich konkrete Möglichkeiten erörtert, wie wir im Innenhof des Stadthauses Klagenfurt Theater spielen können und gleichzeitig ein Ansteckungsrisiko so gering wie möglich halten können. Auf all diese Überlegungen können wir nun aufbauen und mit den konkreten Vorbereitungen beginnen.

Die am 25.05.2020 präsentierten Lockerungen für Veranstaltungen begrüßen wir und erachten diese auch – besonders bei Freiluftveranstaltungen, als vernünftig. Eine Maskenpflicht sowie ein Abstand von einem Meter selbst zwischen in einem Haushalt lebenden Personen während den Vorstellungen (auch bei Freiluftveranstaltungen), wie es noch in der Woche vor der Präsentation der Lockerungen diskutiert wurde, wäre für mich ein Kriterium gewesen, heuer nicht zu spielen. Wir sind froh, dass wir so lange zugewartet haben, nun eine Perspektive haben und wir hoffen, dass viele Menschen den Weg RAUS INS THEATER, REIN IN DIE NORMALITÄT wählen werden!

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Status Quo:

Wir spielen! Alles wird etwas anders und doch ein bisschen fast so wie früher – als die Normalität einfach nur normal war und nicht in alt und neu kategorisiert werden musste. Zur Gewährung der Sicherheit unserer Gäste und MitarbeiterInnen haben wir uns so einiges einfallen lassen.

Wir sind stolz, dass es uns als einem von ganz wenigen Sommertheatern in Österreich gelingt, unser Programm durchzuziehen. Durch viele große und dutzende kleine Einsparungen, etliche Eigenleistungen, die Unterstützung zahlreicher FreundInnen des THEATER SOMMER KLAGENFURT und ein hohes Maß an Kreativität haben wir ein Konzept erarbeitet, die Produktion dennoch in gewohnt hoher künstlerischer Qualität zu realisieren. Besonderer Dank gilt all unseren Sponsoren und Partnern, die uns durch die Krise begleiten. Viele unterstützen uns zudem mit Extra-Sachleistungen, was wiederum unser Budget entlastet.

Wir haben uns auch bewusst entschieden, die Kartenpreise nicht zu erhöhen, weil nicht nur wir Kulturschaffende, sondern leider ganz viele Menschen unterschiedlichster Branchen von Einkommensverlusten betroffen sind. Auch die BITTWOCH Initiative wird es heuer natürlich wieder geben – an ausgewählten Tagen können Geschenke gegen Eintrittskarten getauscht werden. Also steht der Zugang zu unseren Kulturveranstaltungen auch wirklich allen Menschen offen. 

Im Focus unserer Planung stand, dass unsere Gäste nichts von den Einsparungen merken und den Theaterabend wie gewohnt bei uns genießen können. Größere Budgetposten die heuer dem Sparstift zum Opfer fielen sind etwa Tribünenaufbauten, Kosten für Plakatierung (und warum dann doch Plakate und sogar noch mehr als sonst hängen werden, ist so eine schöne Geschichte, dass ich Sie Ihnen in einem eigenen Blog erzählen werde), Unterbringungskosten für MitarbeiterInnen (alle konnten – im Einverständnis – privat untergebracht werden, was zwar nett und lustig sein kann, aber eben nicht den Regularien professionellen Arbeitens entspricht), Mieten für Proberäume, Technik und leider auch Personal. Mit Wehmut stellen wir fest, dass die Einsparungen vorwiegend lokale Unternehmen und Personen treffen, die mit uns seit vielen Jahren zusammenarbeiten und teilweise um ihre Existenz kämpfen. Die organisatorische Arbeit wird fast zur Gänze ehrenamtlich durchgeführt. 

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Was bleibt ist die Leidenschaft und Überzeugung, gerade in Zeiten wie diesen eine verdammt gute Komödie zu zeigen, ein angespanntes Budget und die Hoffnung, dass sich genug Menschen ins Theater „trauen“. So sehr wir es lieben, für unser Publikum zu spielen, so sehr wir fürs Theater brennen, muss angemerkt sein, dass professionelle, freie Theaterarbeit unter diesen Umständen auf längere Sicht nicht möglich sein wird.

In den letzten Monaten habe ich mir viele Gedanken gemacht. Durch die mediale Berichterstattung und viele Kommentare stellte sich auch mir die Frage – wie systemrelevant ist Kultur – insbesondere Theater – denn nun wirklich? 2012 habe ich den Kulturbegriff des THEATER SOMMER KLAGENFURT definiert. Tut gut, ihn wieder zu lesen.

Also seien Sie sich bewußt: so einmalig wie heuer wird Sommertheater nie wieder. Trauen Sie sich!

Wilhelm Prainsack 

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Welches war das „beste“ Jahr ever? Vermutlich das kommende…

Seit 2010 starten wir jedes Jahr mit dem Anspruch „den besten Theater Sommer Klagenfurt ever“ auf die Bühne zu bringen. Einmal ist uns das tatsächlich gelungen. Welches Jahr nun de facto das „beste“ war, müssen all die involvierten Personen wohl mit sich selbst ausmachen. Was ich allerdings mit Sicherheit sagen kann ist, dass wir Jahr für Jahr alles darangesetzt und hart gearbeitet haben, das jeweilige Produktionsjahr zum besten, erfolgreichsten zu machen und um unser Publikum bestens zu unterhalten.

Neben einer professionellen, organisatorisch ausgeklügelten Vorbereitung, einem raffinierten Regiekonzept und einem homogenen Team hängt der Erfolg einer Produktion auch von Faktoren ab, auf die man als Produzent nur bedingt Einfluss hat: die Stimmung im Team, die im Idealfall eine sehr positive, kreative und produktive Eigendynamik entwickeln kann, die Aufmerksamkeit der Presse oder das Wetter (das man einfach so – ohne zu klagen hinnehmen muss)…

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Ein gemeinsames Essen ist nie verkehrt!

Welches der vergangenen sechs Jahre, in denen wir neun Eigenproduktionen (vier Uraufführungen und fünf Neubearbeitungen) auf die Bühne gebracht haben, nun „das beste“ war, kann ich wirklich nicht sagen. Mal waren wir noch besser besucht als sonst, mal war die Stimmung im Ensemble nochmal ein Scheibchen besser als gewohnt, mal war die künstlerische, schauspielerische Herausforderung nochmal komplexer und damit dankbarer als in den anderen Jahren… Einen Index für Erfolg oder Scheitern festzulegen ist etwas sehr persönliches und obliegt jedem einzelnen. Ich persönlich habe in den vergangenen Jahren beides durchleben (und verstehen) dürfen. Prinzipiell könnte man sagen: „Wir waren gut besucht, den meisten Leuten hat es gefallen – passt.“ Das wirklich aufregende jedoch ist, jedes Jahr Erfahrungen mitzunehmen, mit diesen zu wachsen und den Anspruch zu leben, den THEATER SOMMER KLAGENFURT weiter zu verbessern, noch aufregender zu gestalten – geradezu perfekt zu machen..!

Mit diesem Anspruch und den wertvollen Erfahrungen aus sechs packenden Jahren setzen wir alles daran, dass unser siebtes Produktionsjahr alles andere als „verflixt“ wird.

Der Spielplan vom THEATER SOMMER KLAGENFURT 2016

Erstmals werden wir im Sommer 2016 zwei abendfüllende Neuproduktionen zeigen:

TSK2016_marindolina_Logo_rgb 2Zum einen besinnen wir uns zu unseren Anfängen zurück: eine zugespitzte, neugeschriebene Komödie bestehend aus Handlungssträngen dreier Klassiker der Weltliteratur, die geistreich, kurios und pfiffig zusammengeführt werden & SchauspielerInnen, die mit mitreißender Begeisterung teilweise in Doppelrollen agieren und sehr körperbetont ein Gefühlsspektrum zwischen abgrundtief verzweifelt und himmelhoch jauchzend abdecken werden. Dass bei einer guten Komödie viel tragisches mitschwingt ist uns bewusst, und gerade darin sehen wir die Stärke in „Marindolina“.

vorstellunggespraech_logoZum anderen werden wir heuer etwas machen, das wir bislang noch nie gemacht haben: Tantiemen an einen Verlag zahlen. (Was wir allerdings sehr wohl gemacht haben ist, unsere AutorInnen – nur halt direkt – für die Auftragswerke zu bezahlen!!!). Aber das machen wir sehr gerne, da Joachim Zelter mit seiner kafkaesken Groteske „Vorstellungsgespräch“ ein Meisterwerk geschrieben hat, das den Zahn der Zeit trifft. Dieses Stück stellt für uns die überaus dankbare Herausforderung dar, in Klagenfurt ein weiteres schauspielerisches Gesicht zu zeigen, und auch das „ernste Fach“ (obwohl es in der Groteske nicht nur ernst hergehen wird) zu bedienen.

Darüber hinaus erwarten Sie weitere Neuerungen und sehr schöne, allabendliche Überraschungen. Alles werden wir zwar nicht verraten (wegen dem Überraschungseffekt wäre es gewesen) – das sollten Sie sich einfach ansehen kommen!!! Einiges aber schon – und zwar wie gewohnt hier auf unserem Blog.

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Jörg Reifmesser pausiert 2016.

Ein Wermutstropfen bleibt: Jörg Reifmesser – eine sehr verdiente Konstante in unserem Schauspielensemble und ein überaus beliebter und geschätzter Kollege, wird heuer eine Auszeit vom theatralen Treiben im sommerlichen Kärnten nehmen. Wir wünschen Jörg (mit etwas Wehmut dafür aber von ganzem Herzen) eine erfüllende Auszeit und hoffen, dass er in den kommenden Jahren wieder Teil von Kärntens coolstem Sommertheater wird. Dennoch erwartet Sie mit Katarina Hartmann, Heidelinde Schuster und meiner Wenigkeit ein eingespieltes Ensemble, zu dem mit Sebastian Krawczinski und Christian Ruthner zwei Vollblutschauspieler treffen, die darauf brennen im Sommer Kärnten aus dem Häuschen zu locken.

Wir freuen uns schon sehr auf das Wiedersehen mit unserem treuen Publikum sowie auf etliche „neue“ Gesichter. Und hoffen, dass 2016 der „beste THEATER SOMMER KLAGENFURT ever“ wird… zumindest bis 2017… 😉

Alles Liebe & bis bald,

Wilhelm Prainsack | Leitung

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Kärntens coolstes Sommertheater hebt „Eine ehrenwerte Familie“ aus dem Taufbecken

Vergangenen Donnerstag haben wir unseren neusten theatralen Wurf uraufgeführt: Eine ehrenwerte Familie wurde vom Ensemble gerockt und ist von unserem Premierenpublikum (und auch von den inzwischen mehr als 250 BesucherInnen der restlichen Vorstellungen) mit Begeisterung angenommen worden! In den nächsten Wochen werde ich Euch über die Entstehungsgeschichte unseres Stückes berichten. Anfangen will ich mit dem Inhalt und Fotos, Fotos, Fotos 😉

Astrid, Josef, Seppi & Shakira

Astrid, Josef, Seppi & Shakira

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Astrid & Hugo

THEATER SOMMER KLAGENFURT präsentiert „Eine ehrenwerte Familie“

Der Sexualtherapeut Hugo und seine Frau Astrid sind zwei Spießer par excel- lence. Dafür machen sie es sich ziemlich bequem: Astrids Vater Josef wird in einem Nobel-Altersheim deponiert und der gemeinsame Sohn Seppi wird zum Studieren in die USA geschickt. Um sich gegenseitig ertragen zu können wird ein aufwendiges Lügengestrüpp geflochten. Die neue, kecke Haushälterin Shakira soll für Reinlichkeit im ehrenwerten Haushalt sorgen. Das eingespielte Leben unseres „Vorzeige-Ehepaares“ gerät allerdings aus den Fugen, als Josef aus dem Altersheim geschmissen wird und Seppi des Studierens leid ist. Nun heißt es wider Willen zusammenrücken im Haushalt des Musterpärchens. Nachdem die Problemchen aller Figuren ans Tageslicht kommen und Hugo versucht, an allen herumzudoktern, wird der innerfamiliäre Zwist auf die Spitze getrieben…

Shakira & Astrid

Shakira & Astrid

Josef & Shakira

Josef & Shakira

Wir sind überzeugt, dass (fast) alle unserer BesucherInnen sich selbst, jemanden im eigenen Clan, oder zumindest einen Bekannten in Eine ehrenwerte Familie wiedererkennen werden 😉

Bis 25. Juli nur in Klagenfurt am Wörthersee

Eine ehrenwerte Familie wird noch 20 Mal im schmucken Innenhof des Stadthaus Klagenfurt unter freiem Himmel gespielt. Derniere ist am 25. Juli, alle Spieltermine findet Ihr auf unserer Website. Wir freuen uns auf Euren Besuch, auf traumhaftes Wetter und spannende Vorstellungen!!! Unser Ensemble (Katarina Hartmann, Heidelinde Schuster, Gabriela Zaucher, Wilhelm Prainsack und Jörg Reifmesser) sowie unsere Regisseurin Angie Mautz können es kaum erwarten, auch Dich aus dem Häuschen zu locken!!!

Astrid, Seppi & Hugo

Astrid, Seppi & Hugo

Hugo, Seppi, Josef, Shakira & Astrid

Hugo, Seppi, Josef, Shakira & Astrid

Hugo & Josef

Hugo & Josef

Herzlichst – im Namen des gesamten Ensembles,

Wilhelm Prainsack

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THEATER SOMMER KLAGENFURT – Dem Mittwoch seinen Bittwoch!!!

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit der Gründung des THEATER SOMMER KLAGENFURT wollten wir uns, als freie, autonome Kulturinitiative, auch unserer gesellschaftlichen Verantwortung stellen. Durch unsere Bittwochs-Initiative, die 2015 bereits das sechste Mal über die Bühne gehen wird, ermöglichen wir zum einen den kostenlosen Zugang für wirklich jede und jeden zu unseren Vorstellungen, wir lassen „Geschenke zirkulieren“, bereiten vielen Menschen eine freudige Überraschung und unterstützen zudem eine karitative Einrichtungen finanziell! Wie dies genau funktioniert und was wir bisher erreicht haben, lesen Sie bitte auf der Website nach.

Wir freuen uns sehr, dass die Casinos Austria – die den Gedanken von “Kulturgenuss und sozialer Verantwortung” genauso wichtig nehmen wie wir, auch heuer wieder als Partner der Bittwochs-Initiative fungieren!

Heuer wird Vinzibus – die Tankstelle menschlicher Wärme, im Mittelpunkt der Bittwochs-Reihe stehen

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Vnzibus ist eine wichtige karitative Einrichtung, die ausschliesslich durch Spendengelder finanziert und mit unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden betrieben wird. Sie versorgt notleidende Menschen mit warmen Essen sowie Kleidung,  sucht den sozialen Kontakt und bietet Hilfestellung.

Armut hat viele Gesichter, aber die Würde des Menschen ist unantastbar.

Irmgard Goier, Präsidentin der Vinzenzgemeinschaft in Kärnten, erklärt:  Die Vinzenzgemeinschaft St.Hemma-VinziBus betreibt seit dem Jahre 2007 in Klagenfurt einen VinziBus, der allabendlich Obdachlose, gestrandete Jugendliche, Heimatlose, mit warmen Tee, Broten oder warmen Essen  versorgt. Der tägliche Kontakt mit dem VinziBus soll auch den von uns betreuten und vom Leben benachteiligten Menschen sozialen Kontakt und menschliche Zuwendung geben. Wir nennen sie respektvoll „unsere Gäste“.

Bei unseren allabendlichen Treffen besucht uns eine wechselnde Anzahl von Gästen, zwischen 20 und 50 Personen. Die MitarbeiterInnen stehen dabei regelmäßig für längere Gespräche und kleinere Hilfsdienste zur Verfügung.

Mittlerweile arbeiten beim VinziBus rund 120 ehrenamtliche HelferInnen mit, die ihren Einsatz und ihre Freizeit zur Verfügung stellen, um beim Ausliefern des Essens und der Getränke, sowie teilweise beim Zubereiten der Speisen zu helfen.

Aus dem täglichen Kontakt mit den Gästen haben wir unter anderem gesehen, dass durch eine Versorgung mit Kleidung und kleineren, für das tägliche Leben notwendigen Dingen, wie Hygieneartikeln, viel zu einem menschenwürdigen Leben beigetragen werden kann.

Dadurch entstand ein weiteres Projekt, die „VinziBusKleiderkammer“, welches ein Mal pro Woche, von 18 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen betreut wird.

BittwochTermine 2015

Die Bittwoch-Tage, an denen Geschenke gegen Eintrittskarten für Eine ehrenwerte Familie getauscht werden können sind am 1.7., 8.7. sowie am 15.7. um 20:30. Bitte beachten Sie, dass Ihre Geschenke weitergeschenkt, dem bzw. der Beschenkten eine Freude bereiten und auch zum Spenden animieren sollen!

Der große Abschluss der Bittwochs-Initiative 2015 findet im Rahmen des Bittwch-Spezial, am 22.7. um 20:30 statt: Die gesammelten Mitbringsel werden unter allen Gästen verlost, VinziBus wird durch die Organisatorinnen vorgestellt, und im Anschluss an die Vorstellung von Eine ehrenwerte Familie erfolgt die Übergabe der gesammelten Spendengelder.

Neben Ihren Geschenken nehmen wir zusätzlich gerne Kleidung entgegen, welche wir der VinziBusKleiderkammer übermitteln: Besonders gefragt sind Herren Jeans in den Größen 38 bis 46, Herren Schuhe (ab Größe 42) und auch Bekleidung für Damen zwischen 20 und 40 Jahren wird immer wieder benötigt!

Wir freuen uns auf Ihre – wie immer – erstklassige Unterstützung und einmal mehr auf viele kreative, ausgefallene Geschenke!

Alles Liebe & bis bald,

Wilhelm Prainsack

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Crowdfunding – Werdet Teil von „KANNIBALE & DIEBE“

Wer von Euch hat schon jemals etwas von Schwarmfinanzierung gehört? Ähm, ja. Versuchen wir es so: Crowdfunding? Ah richtig, Crowdfunding. Hat man schon mal gelesen. Doch was ist Crowdfunding tatsächlich? Was kann es ermöglichen?

Menschen wie ihr und wir können sich an (Kultur)Projekten verschiedenster Natur beteiligen bzw. diese vorfinanzieren. So wurden schon ganze Filme, Theaterproduktionen, Lokale oder auch Firmen finanziert. Als Gegenleistungen lassen sich die Produzenten Leistungen einfallen, die am normalen Markt nicht zu erstehen sind.

THEATER SOMMER KLAGENFURT goes Crowdfunding

Claudia Pötzsch und Julia Kuschar sind zwei engagierte Schülerinnen der „WIMO“ , also der Höheren Lehranstalt für Wirtschaft und Mode in Klagenfurt und werden als ihr Maturaprojekt die Kostüme für die beiden Häuptlinge der Theaterproduktion „KANNIBALE & DIEBE – Eine bissige Sommerkomödie“ entwerfen und nähen.

Bislang mussten wir ob des ohnehin angespannten Budgets bei den Kostümen immer sparen. Einerseits kamen uns da Stücke wie „Der Geizige“ sehr entgegen für das alle Kostüme bei der Caritas angekauft wurden, andererseits stiftete uns das Kärntner Modelabel „Pleamle“ im Rahmen einer Werbekooperation pro Produktion Outfits für jeweils zwei Darsteller („Im Weißen Rössl am Wörthersee„). Da wir uns für „KANNIBALE & DIEBE“ etwas ganz Besonderes überlegt haben, werden wir heuer wohl kaum bei der Caritas oder „Pleamle“ fündig werden…

Kooperation mit WI’MO Klagenfurt

Dipl.-Päd. Edith Posch, Claudia Pötzsch, Wilhelm Prainsack, Christina Tischler, Julia Kuschar

Dipl.-Päd. Edith Posch, Claudia Pötzsch, Wilhelm Prainsack, Christina Tischler, Julia Kuschar

Die Kooperation mit der „WIMO“ bietet sich perfekt an und ist für alle beteiligten ein Gewinn. Zum einen können sich Claudia und Julia mit ihren Kostümen vor einem großen Publikum präsentieren und finden mediale Aufmerksamkeit für Ihre Arbeit, andererseits bedeutet es für den THEATER SOMMER KLAGENFURT erstmals maßgeschneiderte Outfits, die zudem relativ kostengünstig hergestellt werden könnten. Allerdings wollen wir Claudia und Julia auch finanziell für Ihre Arbeit danken – und so kommt die Crowdfunding-Plattform Startnext ins Spiel.

Exklusive Dankespakete für euch!!!

Ihr, werte Leser und Freunde des THEATER SOMMER KLAGENFURT könnt euch direkt an dieser Kooperation beteiligen, die Herstellung der Kostüme mitfinanzieren, die Jungdesignerinnen unterstützen und bekommt dafür besondere und exklusive Goodies, die man ausschliesslich über Startnext erwerben kann! Beipielsweise bekommt man

  • für 5 Euro ein lustiges Dankesvideo vom gesamten Ensemble,
  • für 15 Euro steht euer Name im Programmheft,
  • für 29 Euro gibts eine DVD vom Stück (wird im Handeln NICHT vertrieben),
  • für 59 Euro ein tolles All-Inclusive-Package,
  • für 99 Euro ein geiles Überraschungspaket und vieles mehr – aber schaut am besten selbst!!!

Startnext - der Häuptlinge neue Kleider

Für die Kärntner Theaterszene bedeutet Crowdfunding übrigens ein Novum. Bislang wurden im deutschsprachigen Raum 1711 Projekte über Startnext gestartet, 708 davon wurden finanziert. Aus 72 Einreichungen aus Österreich waren 30 erfolgreich. Erfolgreich finanziert bedeutet, dass die für die Realisierung des Projektes veranschlagte Summe erreicht bzw. übertroffen wird. Wir benötigen € 1.500,00. Sollte diese Summe nicht erreicht werden, erhält ihr euer Geld, das währenddessen von einem Treuhänder verwaltet wird, postwendend zurück. Wir sind jedoch guter Dinge, dass wir mit eurer Hilfe das Crowdfunding auch in Kärnten erfolgreich etablieren können!

Auf alle Fälle sind wir sehr gespannt und freuen uns über diese besondere Kooperation mit der „WIMO“ und auch darauf, mit eurem Engagement auf Startnext Julia und Claudia für ihre Mühe belohnen zu dürfen!

Herzlichst,

Wilhelm Prainsack & Robert Saringer

PS: Sollte das Projekt überfinanziert werden, so kommt jeder Cent dem „Bittwoch“ zugute!!!

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Das Puff, die Bergwacht und das Weiße Rössl am Wörthersee

Liebe Freunde (und vor allem), liebe (Kultur)Veranstalter!

Wer von uns in der Veranstaltungsbranche kennt nicht das Problem, das mühsamst geplante und produzierte Event der großen Masse auch kundzutun? Facebook-Events hin, Twitter-Getzwitscher da – der Großteil (zumindest unserer) Besucher kommt, weil wir ihnen auf der Straße begegnen, sie teilweise förmlich anspringen. Nämlich in Form von Plakaten. Das gemeine Print-Plakat ist und bleibt für uns immer noch die wichtigste Form der Kundgebung. Plakate sind mittlerweile recht erschwinglich geworden, Plakatflächen jedoch nicht*.

Trotz der Unterstützung der Stadt Klagenfurt ist die sogenannte „Wildaffichierung“ ein Thema für uns. Einerseits aus Kosten- und Verbreitungsgründen, andererseits weil wir natürlich trotz unseres seriösen Kulturauftrages immer noch ein bissl die rebellischen Rock’n’Roller geblieben sind. Oh, wie sind wir wild!

Auf unserer extrem wilden Affichierungstour haben wir in Maria Wörth eine hübsche Werbung auf der Wand einer aufgelassenen Imbissbude entdeckt. Und wir dachten uns „das verflixte Zehnte Jahr passt doch wunderbar zu dem feschen Mädel auf dem anderen Plakat!“ – so haben wir unser „Weißes Rössl“ einfach dazugeschummelt.

Plakat Theater Sommer Klagenfurt La Cocotte

Die Damen und Herren von der Kärntner Bergwacht sahen das jedenfalls anders und offensichtlich nicht so gern. Deshalb hat uns einige Zeit später ein hübsches Brieflein erreicht, welches ich euch auch keinesfalls vorenthalten möchte:

Die Kärntner Bergwacht schaut also ganz genau! Zum Glück sehen sie diesmal von einer Anzeige ab – vielen Dank, liebe Bergwacht!!! Wir können nur im Moment eurer Aufforderung, das Plakat zu entfernen nicht nachkommen, da wir zur Zeit in unserem Produktionsbüro in Wien neue Schandtaten für den THEATER SOMMER KLAGENFURT 2013 aushecken – schließlich dürfen wir ja nicht mehr Wildaffichieren. Und irgendwie müssen wir ja unser unbändiges Rebellentum ausleben!

Ich denke, wir müssen uns auch demnächst auf eine Dienstreise ins „La Cocotte“ begeben um nachzuforschen, ob sie wohl auch einen Brief (oder gar einen Hausbesuch) der Kärntner Bergwacht bekommen haben. Also, OBACHT, liebe Kollegen!

Herzlichst,

Robert Saringer

* Wir möchten uns an dieser Stelle recht herzlich bei der Stadt Klagenfurt und der PSG bedanken, die uns Jahr für Jahr ihre kostbaren Plakatflächen zur Verfügung stellen!!!

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Premierenfieber – Im Weißen Rössl am Wörthersee, THEATER SOMMER KLAGENFURT

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute beschreiten wir mit der Wiederaufnahmepremiere von „Im Weißen Rössl am Wörthersee – keine Operette, doch völlig aus der Fassung“ einen Meilenstein im diesjährigen THEATER SOMMER KLAGENFURT. Eva und Jörg haben sich prächtig in unser Stück integriert, haben Josepha bzw. Leopold neues Leben eingehaucht und diese Figuren weiterentwickelt. Wir freuen uns wahnsinnig auf unser Publikum und die Vorstellungen – heute Abend werden wir vor Lampenfieber hochkonzentriert sein! Wie locker wir uns dann in wenigen Tagen auf die Abende vorbereiten, beweist dieses Video aus dem letzten Jahr, aufgenommen vor einer der letzten Vorstellungen:

Die nächste Woche bedeutet für uns noch sehr viel Arbeit und ein durchdachtes Zeitmanagement: abends spielen wir des „Rössl“ ersten Teil, im Anschluss an die Vorstellungen um etwa 23:15 wird wie an den Vormittagen für den zweiten Teil probiert. „Im Weißen Rössl am Wörthersee – das verflixte zehnte Jahr“ feiert am 28. Juni seine Welturaufführung. Bis dahin stehen noch einige Probeeinheiten und Nachtschichten auf dem Plan. Und morgen in einer Woche – bei der großen Premiere – wird das Lampenfieber uns wieder zu Höchstleistungen peitschen!

Damit wir uns jetzt nur noch auf die Proben konzentrieren können, haben wir schon anständig die Werbetrommel gerührt und in Klagenfurt von uns reden lassen:

Ich wünsche uns und allen anderen Freiluftveranstaltern Wetterglück und putze meine Teller leer, damit ein wunderschöner THEATER SOMMER KLAGENFURT garantiert ist!

Alles Liebe & bis bald,

Wilhelm Prainsack

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Von Wien nach Klagenfurt – das „Weiße Rössl“ zieht an den Wörthersee

Liebe Leserin, lieber Leser,

in zwei Wochen ist es soweit: das „Weiße Rössl“ wird seine Pforten endlich wieder öffnen: Am 20. Juni mit der Wiederaufnahme der Erfolgsproduktion aus dem Vorjahr, und am 28. Juni mit der Uraufführung von „Im Weißen Rössl am Wörthersee – Das verflixte zehnte Jahr“.

Zeit, euch einen Zwischenbericht zu geben:

Seit 7. Mai wird unsere neue Produktion  in Wien probiert. Wir haben uns in der „Tanzstelle“ einquartiert und probieren an fünf Tagen die Woche zwischen fünf und acht Stunden. In vier Wochen konnten wir die neue Produktion „Im Weißen Rössl am Wörthersee – das verflixte zehnte Jahr“ fertigstellen und schon im Detail proben – also „putzen“, wie es so schön heisst. Eine Wochen bleibt für die Wiederaufnahmeproben von „Im Weißen Rössl am Wörthersee – keine Operette, doch völlig aus der Fassung“. Hierbei liegt die Herausforderung darin, dass die beiden Hauptfiguren neu besetzt werden und binnen kurzer Zeit zwei Stücke mit jeweils einer Nettospieldauer von ca. 125 Minuten zu verinnerlichen haben. Nach diesen ersten fünf Probewochen in Wien übersiedelt der THEATER SOMMER KLAGENFURT samt Sack und Pack in die südlichste Landeshauptstadt. Da geht es dann zur Sache: Die Technik wird aufgebaut, Tribünen- und Bühnenelemente aufgestellt, zwei Stücke parallel probiert. Des Nachts wird an den Lichtstimmungen gefeilt und die Beleuchtungsarrengements programmiert. Dann geht es endlich bald los!

Die ersten Stolperversuche bei den Tanzproben

Trotz der beiden Neubesetzungen geht der THEATER SOMMER KLAGENFURT auch heuer wieder mit einem eingespielten Team an den Start: Eva Reinold wird ihr Debüt im Stadthaus feiern, alle anderen sind alte Bekannte: Nach einem Jahr Pause gibt Jörg Reifmesser – vielen noch als Harpargon aus unserer allerersten Produktion „Der Geizige – nach Moliére, doch völlig aus der Fassung“ bekannt – heuer den Leopold. An dieser Stelle sei unseren Wirtsleuten aus dem Vorjahr Irene Halenka und Philipp Stix – die dieses Jahr nicht dabei sein können – für die exzellente Arbeit gedankt und wir freuen uns auf weitere tolle Zusammenarbeiten in den kommenden Jahren! Ansonsten erwartet Euch ein unverändertes Team. Mit Silke, Daniel, Robert und meiner Wenigkeit sind aus dem künstlerischen Stab wieder vier Kärntner dabei, das Team wird wie in den Vorjahren schon von Restösterreichern, einer Deutschen und einem Schweizer komplettiert! 😉

Die Proben sind sehr inspirierend, Norbert Holoubek packt aus der Regiefuchs-Trickkiste aus, der künstlerische Input vieler Mitarbeiter mit unterschiedlichen stilistischen Backgrounds ist beflügelnd: genau das zeichnet unseren theatralen Output letztendlich aus. Wenn nach kurzer Probezeit in einer kahlen Probebühne schon mit großer Spielfreude agiert wird, ist das ein gutes Zeichen dass alles stimmt und lässt uns optimistisch den Premieren entgegenfiebern! Die Proben machen sehr viel Spass und wir freuen uns immens auf den Wörthersee und auf die Proben im Innenhof vom „Stadthaus Klagenfurt“ – denn erfahrungsgemäß wachsen erst hier die Produktionen dann zu dem außergewöhnlichen Theatererlebnis!

Alles Liebe,

Wilhelm Prainsack

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Das „Weiße Rössl am Wörthersee“ goes FREIZEITMESSE KLAGENFURT!

Eine Messe ist immer eine tolle Möglichkeit, mit vielen interessierten Menschen persönlich in Kontakt zu treten. Wir vom THEATER SOMMER KLAGENFURT haben diese genutzt und uns am Stand von KÄRNTEN KULTUR drei Tage lang auf der FREIZEITMESSE in KLAGENFURT einquartiert. An diesem Stand informierten die überaus freundlichen und kompetenten Damen der Kulturabteilung über das weitreichende Angebot aller 45  Kulturinitiativen, die im Rahmen des KÄRNTNER KULTURSOMMER ihr Programm präsentieren.

Da bei dieser Messe an die 50.000 Menschen mit unterschiedlichsten Qualifikationen anzutreffen sind, machten sich Wilhelm Prainsack (als „Piccolo Schorschi“) und meine Wenigkeit (als „Manager“ vom „Weißen Rössl“) mit einem iPhone als Kamera bewaffnet auf den Weg, um Personal zu rekrutieren. Schließlich braucht man als erfolgreicher Tourismusbetrieb eine Vielzahl von überaus kompetenten Mitarbeitern, um den Laden durch die Hochsaison zu schaukeln!

Am Samstag waren wir leider wenig erfolgreich – John Cleese wollte nicht so recht mit uns reden und „Kuchlmasta“ Peter Lexe stellte hohe Ansprüche. Doch sehen Sie selbst…

Wir ließen uns ob der geringen Ausbeute jedoch nicht deprimieren und starteten am Sonntag den nächsten Versuch: natürlich gingen wir in die Vollen und fragten Vizebürgermeister Albert Gunzer, Landeshauptmann Gerhard Dörfler, „LeiLei-Apotheker“ Alexander Telesko und Landesrat Harald Dobernig, ob Sie im „Weißen Rössl am Wörthersee“ als Stubenmädchen, Tellerwäscher oder Koch aushelfen wollen. Hier der Beweis…

Doch wir haben nicht nur interviewt, sondern sind auch selbst befragt worden! Nämlich von KT1, die es mal wieder ganz genau wissen wollten – zum Beispiel, was wir denn so mit 100.000 Euro machen würden. Die Antworten finden Sie hier

Es war eine Mords-Gaude, das „Weiße Rössl“ auf der Messe zu repräsentieren und mit vielen Menschen persönlich in Kontakt zu treten! Die Gespräche mit den Besuchern haben gezeigt, dass das Interesse am THEATER SOMMER KLAGENFURT riesig ist und viele Leute sich schon wieder sehr auf’s „Rössl“ freuen! Das motiviert uns natürlich ungemein und wir sind gespannt, welche Gesichter wir im Sommer im Stadthaus wiedersehen werden!

Abschließend möchte ich mich (natürlich auch in Wilhelm’s Namen) ganz herzlich bedanken: bei den großartigen Teams vom KÄRNTNER KULTURSOMMER und vom KULTUR:RAUM KLAGENFURT, bei Claudia und den ÖBB, bei KT1 und natürlich bei allen, die bei unserer „Personalsuche“ mitgeholfen haben!!!

Alles Liebe,

Robert Saringer

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Das Fotoshooting oder „Beverly Hills, 90210“ meets THEATER SOMMER KLAGENFURT

Ein Fotoshooting ist ja so eine Sache. Vor allem, wenn man nicht gerade einen Baum fotografiert (obwohl ich jetzt auch keinesfalls die Baumfotografen diskreditieren möchte), sondern eine Horde Schauspieler und sonstige Theaterleute. Dann wird aus dem Shooting schon mal eine Reminiszenz an die gute alte pickelige Zeit von „Beverly Hills, 90210“…

  Jörg Reifmesser

Aber der Reihe nach.

Zuerst Termin – mit zehn Leuten nicht einfach, aber machbar. Dann Location – durch gute Kontakte mittlerweile auch kein Hindernis mehr (danke an dieser Stelle nochmal an die „Töchter der Kunst“). Schließlich einiges an Equipement rankarren und jemanden haben, der es dann auch bedienen kann und zum Schluss noch ein paar gute und kreative Ideen. All das haben wir letzten Sonntag auf einen Haufen geschmissen und einige – wie ich meine – wirklich brauchbare Ergebnisse herausdestilliert.

Wir vom THEATER SOMMER KLAGENFURT haben den großen Vorteil, eigentlich alles was man für eine Kulturveranstaltung so braucht, „inhouse“ produzieren zu können. Angefangen von Plakaten über Videos, Website bis hin zur Ticketvorverkaufsapplikation müssen wir beinahe nichts aus der Hand geben. Das bedeutet einerseits recht großen Zeitaufwand und ein nicht unerhebliches Maß an benötigtem kreativen Output, andererseits spart man Geld und behält die Kontrolle über sein Schaffen.

Für das Shooting heisst das konkret, dass wir zwei Leute im Team haben, die selbst fotografieren, das nötige Equipement besitzen und auch damit umgehen können – Simon Jappel und ich selbst. Simon hat die Graphische absolviert und ist bei uns dafür zuständig, dass der THEATER SOMMER nach aussen hin auch „a G‘sicht“ hat. Sprich, er ist für das Artwork zuständig, hat unser Logo (den Löwen) entworfen, fotografiert sehr viel und sehr gut und wenn Sie ab Mai in Klagenfurt viele schöne Plakate von uns rumhängen sehen, denken Sie kurz an ihn.

  Simon Jappel

Ich selbst bin eigentlich eher zufällig zur Fotografie gekommen. Ich hab zwar in Jugendjahren sehr viel mit Lomografie experimentiert, es jedoch wieder sein lassen, da die tausenden Bilder auszuarbeiten mich viele viele Schillinge gekostet hat und ich eigentlich mit den Ergebnissen selten zufrieden war.

Jahre später hab ich dann einen Job gesucht, um mein Studium zu finanzieren. Und Manfred Baumann hat einen Assistenten gesucht. Vorerst hab ich mich nur diebisch gefreut, dass andere Freunde in stickige Büros mussten, während ich mit wunderschönen Aktmodels in den lässigsten Locations rumhängen durfte. Ich war natürlich der King, wie Sie sich sicherlich vorstellen können. Und irgendwann bekam ich als Bonus (weil der Job natürlich sehr anstrengend und schweißtreibend war) meine erste digitale Spiegelreflexkamera geschenkt, mit denen der Baumannfred unter anderem schon unzählige Covermodels für den Playboy abgelichtet hat. Tja, und mit diesem Spielzeug ging für mich die Fotografie dann wieder los…

Man könnte meinen, Schauspieler zu fotografieren sei besonders einfach. Das mag vielleicht zutreffen, wenn sie in Kostümen stecken. Ein privater Schauspieler ist vor der Kamera jedoch oft ziemlich nackig, weil er keine fremde Rolle und keinen Regisseur hat. Das trifft natürlich nicht auf alle und natürlich keinesfalls auf unser Ensemble zu – alle Profis in jeder Hinsicht!!! Und unser Regisseur war ja sowieso mit an Board.

  Norbert Holoubek

Das Shooting war auch das erste Treffen des (beinahe) gesamten Teams in diesem Produktionsjahr und ein schönes Wiedersehen mit ganz viel Vorfreude auf den kommenden Sommer in Klagenfurt.

Jedenfalls haben wir jetzt Tonnen an Foto- und Videomaterial (Making of, neue Teamfotos). Und was das ganze jetzt wirklich auch mit der Heile-Welt-Rich-Kids-Teenie-Soap (mei, wie hab ich sie geliebt!!!) zu tun hat, sehen Sie im Video.

Viele Spässe!

Robert Saringer

  Betty Reifmesser (und ich)

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