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„KANNIBALE & DIEBE“ goes Klagenfurt

Liebe Leute,

ein Theaterstück erzählt Geschichten. Wir haben uns immer bemüht, diese Geschichten etwas anders zu erzählen – ja regelrecht aus der Fassung zu bringen: was den Text betrifft als auch inszenatorisch…

Heuer wird tatsächlich wieder alles ganz anders werden und verantwortlich dafür sind eine Reihe von Leuten, die seit Wochen bzw. Monaten hart an „KANNIBALE & DIEBE“ arbeiten. Zeit für mich, euch unser Team näher vorzustellen und einen Status-Quo Bericht zu geben:

Neue und auch bekannte Gesichter

Neben einigen neuen Mitarbeitern werdet ihr heuer auch einige bekannte, verdiente sowie THEATER SOMMER KLAGENFURT erprobte Gesichter sehen: bestimmt in Erinnerung ist unser „Rössl“-Paar vom Vorjahr: Eva Reinold und Jörg Reifmesser. Für Eva wird es der zweite, für Jörg der dritte Sommer in Klagenfurt sein –  wobei zu erwähnen ist, dass Jörg das Kunststück geschafft hat, ein Jahr auszusetzen und dennoch in jeder Produktion des THEATER SOMMER KLAGENFURT mitgewirkt zu haben. Das Schauspiel-Ensemble komplettieren neben meiner Wenigkeit Mirko Roggenbock und Christina Laas die beide das erste Mal in Kärnten auf einer Bühne stehen werden. Mirko, mittlerweile wohnhaftig in Wien, wurde in Itzehoe (Schleswig-Holstein) geboren und ist heuer somit unser „exotischstes“ Teammitglied. Christina hingegen ist gebürtige Kärntnerin und wird das erste Mal beim THEATER SOMMER KLAGENFURT in ihrem Geburtsland auf der Bühne zu bewundern sein.

Eva Reinold

Eva Reinold

Jörg Reifmesser

Jörg Reifmesser

Mirko Roggenbock

Mirko Roggenbock

Christina Laas

Christina Laas

Ohne unseren „Schweizer“ Martin Kreienbühl geht bei uns seit 2010 gar nix – nicht mal das Licht an. Ebenfalls wieder an Bord sind unser Grafiker Simon Jappel, Maskenbildnerin Betty Reifmesser und Silke Staubmann (Regieassistenz, Abendregie). Christina Maria Tischler ist auch heuer wieder unsere Empfangschefin und während des Jahres unsere „ständige Vertretung in Klagenfurt“. Dabei unterstützt sie Robert Saringer und mich in der Organisation und Projektdurchführung.

Tanja Grossauer-Ristl (Dramaturgie) und Isabella Feimer (Buch) bereichern heuer zum ersten Mal unser Team. Weiterführende Informationen über alle Personen hinter dem THEATER SOMMER KLAGENFURT findet ihr auf unserer Homepage.

Ebenfalls ein Novum bedeutet die Kooperation mit der Modeschule Klagenfurt, kurz WI’MO. Julia Kuschar und Claudia Pötzsch schneidern für unsere Häuptlinge Uniformen – wie in diesem Blog beschrieben – finanziert über Crowdfunding. Besonders erfreulich ist, dass der THEATER SOMMER KLAGENFURT das erste Kärntner Projekt darstellt, das via startnext – der größten Crowdfunding Plattform im deutschsprachigen Raum – erfolgreich finanziert wurde! Unsere Erfahrungen mit Crowdfunding werden wir an dieser Stelle demnächst teilen.

Probenarbeiten

Nach knapp vier Wochen Proben in Wien (auch ein herzliches Dankeschön an Die Töchter der Kunst, deren Lokalität wir als Probebühne nutzen durften), beginnen wir heute mit den Aufbauarbeiten und Proben im Innenhof des Stadthaus Klagenfurt. Es werden sehr aufregende, intensive Tage, bis wir uns bei der öffentlichen Generalprobe am 19. Juli in Betriebstemperatur für die Premiere bringen werden!

Während ich momentan fast ausschließlich mit Probenarbeiten beschäftigt bin, gibt Robert der Organisation den letzten Feinschliff: er betreut Partner und Medien, erstellt das Programmheft, plakatiert, verwaltet die Reservierungen (an dieser Stelle: er ist die freundliche Stimme an der Karten-Hotline) und rührt fleissig die Werbetrommel!

Über die kommenden Tage gibt es bestimmt sehr bald mehr zu berichten!

Alles Liebe und hoffentlich bis bald im Innenhof vom Stadthaus Klagenfurt,

Wilhelm Prainsack

Wilhelm Prainsack

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Ein Kommentar

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Crowdfunding – Werdet Teil von „KANNIBALE & DIEBE“

Wer von Euch hat schon jemals etwas von Schwarmfinanzierung gehört? Ähm, ja. Versuchen wir es so: Crowdfunding? Ah richtig, Crowdfunding. Hat man schon mal gelesen. Doch was ist Crowdfunding tatsächlich? Was kann es ermöglichen?

Menschen wie ihr und wir können sich an (Kultur)Projekten verschiedenster Natur beteiligen bzw. diese vorfinanzieren. So wurden schon ganze Filme, Theaterproduktionen, Lokale oder auch Firmen finanziert. Als Gegenleistungen lassen sich die Produzenten Leistungen einfallen, die am normalen Markt nicht zu erstehen sind.

THEATER SOMMER KLAGENFURT goes Crowdfunding

Claudia Pötzsch und Julia Kuschar sind zwei engagierte Schülerinnen der „WIMO“ , also der Höheren Lehranstalt für Wirtschaft und Mode in Klagenfurt und werden als ihr Maturaprojekt die Kostüme für die beiden Häuptlinge der Theaterproduktion „KANNIBALE & DIEBE – Eine bissige Sommerkomödie“ entwerfen und nähen.

Bislang mussten wir ob des ohnehin angespannten Budgets bei den Kostümen immer sparen. Einerseits kamen uns da Stücke wie „Der Geizige“ sehr entgegen für das alle Kostüme bei der Caritas angekauft wurden, andererseits stiftete uns das Kärntner Modelabel „Pleamle“ im Rahmen einer Werbekooperation pro Produktion Outfits für jeweils zwei Darsteller („Im Weißen Rössl am Wörthersee„). Da wir uns für „KANNIBALE & DIEBE“ etwas ganz Besonderes überlegt haben, werden wir heuer wohl kaum bei der Caritas oder „Pleamle“ fündig werden…

Kooperation mit WI’MO Klagenfurt

Dipl.-Päd. Edith Posch, Claudia Pötzsch, Wilhelm Prainsack, Christina Tischler, Julia Kuschar

Dipl.-Päd. Edith Posch, Claudia Pötzsch, Wilhelm Prainsack, Christina Tischler, Julia Kuschar

Die Kooperation mit der „WIMO“ bietet sich perfekt an und ist für alle beteiligten ein Gewinn. Zum einen können sich Claudia und Julia mit ihren Kostümen vor einem großen Publikum präsentieren und finden mediale Aufmerksamkeit für Ihre Arbeit, andererseits bedeutet es für den THEATER SOMMER KLAGENFURT erstmals maßgeschneiderte Outfits, die zudem relativ kostengünstig hergestellt werden könnten. Allerdings wollen wir Claudia und Julia auch finanziell für Ihre Arbeit danken – und so kommt die Crowdfunding-Plattform Startnext ins Spiel.

Exklusive Dankespakete für euch!!!

Ihr, werte Leser und Freunde des THEATER SOMMER KLAGENFURT könnt euch direkt an dieser Kooperation beteiligen, die Herstellung der Kostüme mitfinanzieren, die Jungdesignerinnen unterstützen und bekommt dafür besondere und exklusive Goodies, die man ausschliesslich über Startnext erwerben kann! Beipielsweise bekommt man

  • für 5 Euro ein lustiges Dankesvideo vom gesamten Ensemble,
  • für 15 Euro steht euer Name im Programmheft,
  • für 29 Euro gibts eine DVD vom Stück (wird im Handeln NICHT vertrieben),
  • für 59 Euro ein tolles All-Inclusive-Package,
  • für 99 Euro ein geiles Überraschungspaket und vieles mehr – aber schaut am besten selbst!!!

Startnext - der Häuptlinge neue Kleider

Für die Kärntner Theaterszene bedeutet Crowdfunding übrigens ein Novum. Bislang wurden im deutschsprachigen Raum 1711 Projekte über Startnext gestartet, 708 davon wurden finanziert. Aus 72 Einreichungen aus Österreich waren 30 erfolgreich. Erfolgreich finanziert bedeutet, dass die für die Realisierung des Projektes veranschlagte Summe erreicht bzw. übertroffen wird. Wir benötigen € 1.500,00. Sollte diese Summe nicht erreicht werden, erhält ihr euer Geld, das währenddessen von einem Treuhänder verwaltet wird, postwendend zurück. Wir sind jedoch guter Dinge, dass wir mit eurer Hilfe das Crowdfunding auch in Kärnten erfolgreich etablieren können!

Auf alle Fälle sind wir sehr gespannt und freuen uns über diese besondere Kooperation mit der „WIMO“ und auch darauf, mit eurem Engagement auf Startnext Julia und Claudia für ihre Mühe belohnen zu dürfen!

Herzlichst,

Wilhelm Prainsack & Robert Saringer

PS: Sollte das Projekt überfinanziert werden, so kommt jeder Cent dem „Bittwoch“ zugute!!!

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IHR SEID SCHULD!!! Oder: wie seriös sind Web-Analysen?

Richtig, genau IHR, liebe Leser! Und zwar daran, dass der THEATER SOMMER KLAGENFURT beim Social-Media-Ranking von „web2watch“ unter den „FLOP-5“ am dritten Stockerlplatz steht! Hmpf.

So, aber erstmal der Reihe nach…

Vor zwei Wochen erreichte uns ein Mail der Wiener Firma „web2watch – Gesellschaft für Marketing„, die laufend Marken aus 50 Branchen beobachtet und das Ergebnis im „Brand Monitor“ publiziert. Laut Website von web2watch „… sind zwei Millionen Personen in den Social Media aktiv, die jährlich mehr als sechs Millionen Meinungen, Empfehlungen und Erfahrungen zu Marken austauschen. Dazu kommen noch weit über 100 Millionen Beiträge zu Themen und Inhalten ohne Markennennung, die aber ebenso für Unternehmen relevant sind.“

w2w-logo-w200

Brand Monitor Kulturevents

Im Juni 2012 wurden die Ergebnisse vom Brand Monitor Kulturevents veröffentlicht. 81 Organisationen wie beispielsweise die Salzburger Festspiele, Wiener Festwochen, Donaufestival Krems und auch der THEATER SOMMER KLAGENFURT wurden web-technisch unter die Lupe genommen. Untersucht wurden laut Mail von GF Wolfgang Bachmayer „…Beiträge in den Social Media wie Facebook, Twitter, Youtube, Online-Foren, Blogs, Online-Portalen traditioneller Medien und User-Kommentare zu Presseartikel…“.

Jetzt freut uns einerseits sehr, dass unsere Aktivitäten im Web bemerkt werden, ja wir quasi schon zu den „großen“ gehören. Andererseits hat uns das Ergebnis etwas schockiert: PLATZ 3 in der Kategorie „FLOP STIMMUNG“!!! Na hallo? Geht’s euch noch gut, liebe Leser??? Ihr seid es nämlich, die für die schlechte Stimmung im Web verantwortlich sind! Die uns auf Facebook, Youtube und in diesem Blog mit negativen Kommentaren zuschaufeln und kein gutes Haar an uns lassen!!!

web2watch Brand-Monitor Flop 5

web2watch Brand-Monitor Flop 5

ABER HALT!

Bevor ich jetzt zum Rundumschlag aushole – da stimmt doch was nicht! Natürlich hab ich sogleich gegoogelt was die Tastatur hergibt und mir alles genaustens angesehen. Irgendwie war von schlechter Stimmung oder Bashing nicht viel zu lesen. Nirgends. Weder auf Facebook noch in Foren. Wie kommen wir also zu der Ehre, die Bronzene am Flop-Stockerl abzustauben? Wir haben nachgefragt…

„Unsere Erfahrungen haben oft gezeigt, dass sich User auf den Fanseiten der jeweiligen Veranstaltungen verstärkt positiv äußern. Wir vermuten, dass Sie auch in Ihrer Analyse überwiegend darauf geachtet haben. Diese Äußerungen sind aber nicht repräsentativ für die gesamte Onlinediskussion. In Ihrem Fall fanden über 400 Postings zum „Theater Sommer Klagenfurt“ Eingang in die Untersuchung. Diese wurden mit Hilfe unseres Analysetools ausgewertet und manuell überprüft. Beiträge auf Fanseite, Twitteraccount und Blog des Theater Sommer Klagenfurt machten dabei nur einen geringen Teil der untersuchten Kommentare aus bzw. waren noch gar nicht vorhanden.“ schreibt Mag. Alexander Böhm von web2watch.

 „Die von uns angebotene Studie wurde im Juni 2012 im Format publiziert und bezog sich auf die vergangenen 12 Monate, sprich von Juni 2011 bis Juni 2012. Der Großteil der Kommentare bezog sich dabei auf den Theater Sommer 2011. Die Kritik konzentrierte sich auf die dargebotenen Inszenierungen, aber auch dem schlechten Wetter, was ja per se nichts mit der Qualität der Veranstaltung zu tun hatte, aber von den Usern als negativer Begleitumstand gesehen werden kann.“

Über 400 Postings ohne Berücksichtigung von Facebook, Twitter & Co.? Na nicht schlecht. Es kam uns dann doch noch immer ein bisschen komisch vor, dass so viel  über den THEATER SOMMER KLAGENFURT geschrieben wird, ohne dass wir es mitbekommen?!? Gibt es irgendwo im Web ein gut verstecktes Bashing-Forum? Wird in den Kommentaren zu den hunderten Presseartikeln über uns so viel gelästert? Und vor allem: WO WAR 2011 DAS SCHLECHTE WETTER???

Wenn man die genaue Auswertung von der Analyse von web2watch bekommen möchte, sind 2.000 Euronen (exkl. Mwst.) fällig. Also haben wir ein wenig unsere Beziehungen spielen lassen und Expertenmeinungen eingeholt. Und siehe da, alles ganz anders…

Der Brand Monitor ist eine relativ grobe Erhebung der jeweiligen Branche. Da der Aufwand sehr groß ist, werden nicht alle Beugungen von Eigennamen oder Möglichkeiten der Bezeichnung zu einer Marke ausgeschöpft. Die Auswertung des Brand Monitors bezieht sich in unserem Falls also großteils auf die Keywords „Theater“ und „Klagenfurt“ – unabhängig voneinander. Da kann es schon passieren, dass der eine oder andere Artikel über Klagenfurt mal ein böses Kommentar abbekommt. Läuft ja grad nicht alles sooo toll in der Lindwurmstadt.

Wie seriös ist der „Brand Monitor“?

Jedenfalls wurden im Format (Ausgabe 24/12) und im Internet Daten publiziert, deren Herkunft in diesem Zusammenhang mehr als fragwürdig sind. Und dafür möchte man von uns 2.000 Euros abcashen. Das wirft natürlich auch wieder die alte Frage auf, wie sehr man solchen Angaben und Analysen vertrauen kann…

Wir freuen uns jedenfalls, dass Ihr, liebe Leser, es doch gut mit uns meint und die Stimmung im Web eigentlich ganz angenehm ist. Deshalb werden wir auch weiterhin posten, bloggen, twittern und hoffen, dass ihr fleißig lest und kommentiert (damit auch die Jungs und Mädels von web2watch nicht arbeitslos werden)! Und wir freuen uns, dass meine eingehende Beschuldigung komplett haltlos war und ich mich herzlichst hierfür entschuldigen muss!

Alles Beste,

Robert Saringer

Robert Saringer

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Jahresmitte zu Sylvester – Ein Blick nach vorne & einer zurück

Liebe Leserschaft,

das Kalenderjahr neigt sich dem Ende zu und viele Menschen freuen sich auf neue Herausforderungen in einem glücklichen, gesunden neuen Jahr 2013. Auch wir freuen uns schon sehr auf das kommende Jahr – obwohl wir Theaterschaffende eher in Saisonen, also von Sommer zu Sommer denken – ähnlich wie die Kicker! So gesehen ist für uns Organisatoren jetzt Jahresmitte und Zeit, mal etwas zurück und nach vorne zu schauen:

Stadthaus Klagenfurt Stadthaus Klagenfurt

In den letzten drei Jahren haben wir viel erreicht. Besonders freut uns, dass sich der THEATER SOMMER KLAGENFURT so toll in Kärnten etablieren konnte und wir uns einen hervorragenden Ruf sowie damit verbunden ein Stammpublikum aufgebaut haben. Das lässt sich wohl darauf zurückführen, dass wir Theater produzieren, hinter dem wir zu hundert Prozent stehen und das wir auch selbst gerne anschaun; dass wir in der Auswahl der Stoffe und deren Bearbeitung nicht „zielgruppenorientiert“ handeln und so authentisch in unserer künstlerischen Arbeit bleiben; und natürlich, dass Kärnten – insbesondere Klagenfurt – sehr offen für intelligent bearbeitete, moderne und überraschende Inszenierungen ist!

Unserer Linie, alles völlig aus der Fassung zu bringen, mit einer gehörigen Portion Lokalkolorit sowie Frechheit zu würzen und unkonventionell mit professionellen Theaterschaffenden in den Innenhof vom Stadthaus Klagenfurt zu zaubern, bleiben wir natürlich weiterhin treu. Im Sommer 2013 werden wir uns kompromisslos Shakespeare und Nestroy annehmen und die beiden großartigen Dramatiker aufeinanderprallen lassen!  Wie das aussehen soll und was Sie sich kommenden Sommer von uns erwarten dürfen, erfahren Sie in den kommendem Wochen hier auf diesem Blog!

Der THEATER SOMMER KLAGENFURT 2013 – Shakespeare & Nestroy

Für diese literarischen Herausforderung konnten wir mit Isabella Feimer eine der spannendsten Dramatikerinnen der österreichischen Gegenwart gewinnen – vielen Literaturinteressierten ist sie als Nominierte für den Ingeborg Bachmann Preis 2012 bzw. als Preisträgerin des Literaturpreis 2012 der Akademie Graz in bester Erinnerung. Am 2. Jänner erscheint ihr Debütroman „Der afghanische Koch“ – zwei weitere werden in den folgenden beiden Jahren folgen. Im Mai wird mit „Pornoladen“ ihr neues Theaterstück im Wiener Kosmos Theater uraufgeführt. Für Klagenfurt bekam sie allerdings die Auflage, nix mit Porno zu schreiben… muss sie auch nicht, bringen doch Shakespeare und Nestroy genug an amourösem Stoff in ihren Werken mit!

Neben viel Bewährtem sowie einigen bekannten Gesichtern wird es aber auch tolle neue Mitarbeiter, neue aufregende Kooperationen und auch ein neues Raumkonzept geben.

Obwohl wir mit den Planungen sehr weit fortgeschritten sind und das Team (Isabella, unsere neue Produktionsassistentin Christina und wir beide) schon viel an Vorarbeit geleistet haben, wissen wir leider noch nicht ob und in welcher Höhe der THEATER SOMMER KLAGENFURT 2013 subventioniert wird. Die politische Lage sowohl in Klagenfurt als auch im Land Kärnten lässt derzeit keinen Budgetbeschluss zu; voraussichtlich wird mit der sogenannten Zwölftelregelung budgetiert, was eine langfristige Planung für viele Institutionen kaum möglich macht. Trotzdem – die Vorgespräche waren sehr gut und wir sind guter Dinge, dass wir auch 2013 Unterstützung durch unsere Subventionsgeber bekommen. Aber wie heisst es so schön: solang man nix genaues weiss, weiss man nix genaues nicht, und solang nix schriftlich ist, is nix fix…

In diesem Sinn, schauen wir was die Zukunft bring – wir werden auf jeden Fall unser Allerbestes dazu beitragen!

Wir wünschen Ihnen/Euch ein frohes Fest sowie einen guten Rutsch in ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2013!

Herzlichst,

Wilhelm Prainsack & Robert Saringer

Wilhelm Prainsack & Robert Saringer

Wilhelm Prainsack & Robert Saringer

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Das Rössl ist tot – es lebe das Rössl!

Liebe Freunde des THEATER SOMMER KLAGENFURT,

gestern wurde vor vollem Haus die allerletzte Vorstellung der Erfolgsproduktion „Im Weißen Rössl am Wörthersee – keine Operette, doch völlig aus der Fassung“ gespielt. Das war eine ganz besondere Derniére, denn diese Produktion hat dem gesamten Team und vor allem auch den zahlreichen Besuchern große Freude – und außerdem eine sehr schöne Fortsetzung beschert!

Das „Rössl“ ist abgespielt – es lebe das „Rössl“! Noch bis 21. Juli 2012 wird der zweite Teil „Im Weißen Rössl am Wörthersee – Das verflixte zehnte Jahr!“ im Innenhof des wunderschönen Stadthaus Klagenfurt aufgeführt. Und heute, werter Leser, haben wir wieder ein ausverkauftes Haus, denn unsere Besucher erwartet eine ganz besondere Vorstellung:

Das war der zweite „Bittwoch“ 2012 – außerdem der ergiebigste und damit der wohl erfolgreichste ever! Herzlichen Dank an dieser Stelle unserem tollen Publikum, das diese Vorstellung auch für uns zu einem besondern Erlebnis werden ließ!

Mit dem „Spezialmenü“ schliessen wir den heurigen „Bittwochs“- Kreis und bescheren unserem Publikum einen außergewöhnlichen Theaterabend. Zum einen werden uns „ROTE NASEN  Clowndoctors“ Einblick in ihre Arbeit gewähren und zum anderen wird jeder Besucher mit mindestens einem der zahlreichen Geschenke nach Hause gehen, die der THEATER SOMMER KLAGENFURT die letzten beiden „Bittwochs“ geschenkt bekommen hat. Wir freuen uns über das sensationelle „Bittwochs“ – Publikum und darüber, gemeinsam mit unseren Besuchern und den Casinos Austria das Kärntner Team von „ROTE NASEN Clowndoctors“ zu unterstützen!

Der erste der beiden „Bittwoch“.  Abzustauben gibt es für unsere Gäste heute Abend mehr als genug! www.bittwoch.at

Schon etwas wehmütig – aber auch mit Stolz auf das bereits Erreichte, gehen wir in unsere letzten Vorstellungen für das heurige Jahr und hoffen auch Sie (sofern Sie noch Karten ergattern sollten ;), in einer unserer Vorstellungen begrüssen zu dürfen!

„Im Weißen Rössl am Wörthersee – keine Operette, doch völlig aus der Fassung“, 2012, foto by Marion Puschitz

Alles Liebe,

Wilhelm Prainsack

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Apfeltalk – Halbzeit & Bestandsaufnahme

Jetzt ist es schon wieder einmal soweit: Kaum sind die Theaterleut angekommen, sind sie auch schon fast wieder weg. Schon lustig, wenn man bedenkt, wie viel Zeit die sich immer nehmen, aber trotzdem vergeht dann alles so schnell… Aber das ist nun einmal so. Mein Zwischenfazit ist: Es läuft super und die Besucher gehen glücklich und extrem gut gelaunt nach den Vorstellungen ihrer Wege. Das ist für die Theaterleut auch das wichtigste, die meinen sogar, dass genau das die Anforderung des THEATER SOMMER KLAGENFURT sein soll! Aber sonst sind auch schon so allerhand Dinge passiert, die ich sowas von gar nicht für mich behalten kann:

Der erste „Bittwoch“ der Saison ist lupenrein über die Bühne gelaufen. Die Vorstellung war natürlich wieder so knackevoll, dass man mir fast die Sicht versperrt hat. Aber Mein Gott – da darf man sich wirklich nicht aufregen, ist ja für einen guten Zweck. Und schöne Sachen ham´s da bekommen, das sag ich dir: Einen Haufen an Spirituosen, Wein, Sekt, CD´s, DVD´s, Bilder, Bücher, Flaschenwärmer, Gewand, ein Schokobrunnen und und und… Falls du noch was zum Loswerden zuhause hast: Heute Abend geht der „Bittwoch“ in die letzte Runde für dieses Jahr! Und falls du etwas abstauben willst, komm zum „Spezialmenü“ am 18. Juli. Was da genau passiert, liess am besten selbst nach: www.bittwoch.at

So ging es beim ersten „Bittwoch“ 2012 zu. Wer wird beim Spezialmenü dann wohl mit welchem Geschenk nach hause gehen?

Dann ist was geiles passiert: Stell dir vor, du sitzt im Theater und es fängt an zu regnen. Ziemlich blöd, oder?

2011 – Regenunterbrechung

Schlussapplaus in der Alpe Adria Galerie, 2011

Das ist einem deutschen Urlauberpaar bei der einzigen verregneten Vorstellung im letzten Jahr passiert. Dann haben die beiden aber nicht abgewartet, denn die Vorstellung wurde dann ja eh in der Alpe Adria Galerie zu Ende gespielt. Heuer kamen sie wieder zum Urlauben an den Wörthersee und freuten sich einen Haxen aus, dass das „Rössl“ wieder gespielt wird. So haben die beiden sich das Stück ab der Pause zu Ende angesehen und saßen gleich neben mir. Was die zwei gelacht haben… da hab ich als ganzer mitgescheppert.

Dann war da auch noch eine Frau da, die gleich zwei weitere Frauen mitgenommen hat. Die mit den feuerroten Haaren hat einen Text geschrieben – aber Hallo! – vom feinsten… Und gemeinsam mit der Blonden und der Brünetten haben sie den nach der Vorstellung dann vorgelesen.

Astrid, Veronika & Isabella Feimer lesen

Die rothaarige, also Isabella Feimer, hat tags darauf im Rahmen des Bachmannpreises gelesen, da hab auch ich ihr die Daumen gedrückt. Den Preis hat aber eine andere mit einer anderen Frisur (da sag ich jetzt lieber nix dazu) abgeheimst…

Und dann ist mir mal mein Herz stehengeblieben, frage nicht – so dermassen erschreckt hab ich mich… In einer Szene hebt ein Schauspieler den anderen kopfüber. Falls du das Stück „Das verflixte zehnte Jahr“ schon gesehen hast, wirst du mir beipflichten können, dass das jetzt ein bissl schwierig zu beschreiben ist, was die zwei da machen. Auf jeden Fall haben sie es an diesem besagten Tag anders gemacht. Und zwar so, dass einer ein blaues Auge und der andere ein blutiges Knie und eine aufgerissene Hose davongetragen hat. Schön war das nicht – obwohl man sagen muss: gut, dass da nicht mehr passiert ist, auf diesem Pflastersteinboden…! Das Publikum hat das glaub ich gar nicht so recht mitgekriegt, weil die beiden so dermassen professionell weitergespielt haben, dass die gedacht haben müssen: Wow, gewagte Choreographie.

Aber so ist es oft im Leben. Meistens, wenn was passiert, ist es eh nicht so schlimm – dafür kommt es aber irgendwann dann dicke. Aber weisst was: in meinem Fall, und in dem der Theaterleute will ich mir wünschen, dass das noch möglichst lange auf sich warten lässt!

In dem Sinn: Neun Vorstellungen kannst mich noch bewundern kommen – in keinen zwei Wochen mehr werde ich dann wieder für ein Jahr von den schönen Erinnerungen an die letzten drei THEATER SOMMER KLAGENFURT alleine im Innenhof zehren müssen.

Ich – während der Proben, 2012

Alles Liebe,

Dein Apfel

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Ausflug ins Wunderland, Teil 2: Hinter den Spiegeln (des Offensichtlichen)

Liebe Freunde und Freundinnen des Theater Sommer Klagenfurts,

während die erste Premiere bereits mit Bravour gemeistert wurde und die zweite erst einen Grinsekatzensprung zurück liegt, nähert sich auch das Wettlesen beim diesjährigen Bachmannpreis und es steigert sich in exponentieller Aufwärtsbewegung eine kleine, aber hartnäckig festsitzende Nervosität meinerseits. Zugegeben abgelenkt von den mich in Entzückung versetzenden Fußfallerbeinchen, die im Moment über die Bildschirme huschen, frage ich mich, was denn dort, in Klagenfurt, passieren wird. Wie wird es sein, wenn ich lese und wenn daraufhin die Jury Feedback gibt?

Was ist nachher?

Aber das sind nicht die einzigen Fragen, die mich, während dieser Vorbereitungszeit auf die Tage der deutschsprachigen Literatur, beschäftigen. Fragen über Fragen wurden mir gestellt, die ich nur nach Kriterien des Offensichtlichen beantworten konnte. Woher man kommt, zum Beispiel, und: wohin man geht?

Das Leerzeichen zwischen diesen beiden Fragen ist ein Spiegel, in den ich zuerst blicken musste, um dann, gleich der Alice im zweiten Teil ihrer Wunderland-Abenteuer, durch ihn hindurchzugehen.

Offensichtlich ist, dass ich in Schwechat aufgewachsen bin und geboren bin ich in Mödling, weil es in Schwechat kein Krankenhaus gibt. Was, hätten sich damals meine Eltern für eine andere geografische Richtung, für ein Krankenhaus in Wien, entschieden? Nicht vieles wäre anders, aber doch Kleinigkeiten – dennoch: aufgewachsen wäre ich in Schwechat. Heimat und Herkunft prägen, und ich glaube, wenn schon nicht an den nationalen Überbegriff Heimat, doch an meine Wurzeln, die in der Industriestadt am Rande Wiens verankert sind. Deutlich spürbar werden sie, wenn ich mich an den Geruch von werdendem Bier erinnere, steigt in die Nase nämlich, wenn man bestimmte Plätze in Schwechat kreuzt, und an den nächtlichen Anblick der Raffinerie – meine ganz persönliche Blade Runner City. (Ähnlich wird es wohl den Klagenfurter Jungs gehen, wenn sie in die Heimat zum Theaterzauber zurückkehren.)

Foto by Nikolas Franz

In dieser Erinnerung wird der Ort der Herkunft zum Wunderland, das es jenseits des Spiegels gibt. Herkunft wird zur gedanklichen Spielwiese, zum Stoff, aus dem das Wunderland ist.

Und wenn Sie mir noch eins der Gedankenexperimente verzeihen, auch dieses Wohin liegt hinter einem Spiegel, und hinter dem Spiegel der Begriff Zukunft.

Offensichtlich ist, dass ich in nicht mehr ganz zwei Wochen Klagenfurt besuche, um dort zu lesen, offensichtlich zu einem abenteuerlichen Ausflug in den Literaturbetrieb, aber was dann? Aber was dort? Was bedeutet es, abseits der Anspannung und des mich trotz dieser Anspannung begleitenden Wohlgefühls, weil ich gerne tue, was ich tue, und weil ich dort wertvolle Zeit mit meinen Freunden verbringen kann? (Und glauben Sie mir, es ist ein gutes Gefühl, das mich dieser Tage begleitet und weiterhin begleiten wird – bei so viel Zuspruch und positivster Energie – auch davon kann das Team des THEATER SOMMER KLAGENFURT ein fröhliches Liedchen singen.)

Hinter dem Spiegel des Wohingehens, so denke ich es mir, liegt die Ungewissheit, und die ist Teil meines Wunderlands, die ist das Abenteuer, in das ich mich – und Künstler und Künstlerinnen aller Sparten – täglich gerne stürze.

Ach ja, und dann ist da noch diese eine Frage, die wohl niemand so richtig beantworten kann: warum schreiben Sie? Warum haben Sie sich für die Kunst entschieden?

Hm.

Äh.

Hm.

Ich glaube, sie hat sich für mich entschieden,

und ich spielte mit.

Hiermit genug der Worte,

lassen wir – auf der Theater- oder Lesebühne – Taten sprechen,

herzlichst und dankbar für all die guten Wünsche,

Isabella Feimer

(die hoffentlich nicht in Klagenfurt baden gehen wird ; ), sich aber schon sehr auf den Wörthersee freut! )

Isabella Feimer wird am Freitag, den 6. Juli 2012 im Anschluss an die Vorstellung von „Das verflixte zehnte Jahr“ um ca. 23:00 im Stadthaus Klagenfurt bei freiem Eintritt aus ihren Werken lesen. 

Lesen Sie den ersten Teil von Isabella Feimers Klagenfurt – Abenteuer und über ihren Theater (Sommer Klagenfurt) Bezug „Ausflug ins Wunderland – Bachmannpreis 2012“

 



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Apfeltalk – Welturaufführung, Diskussionen & Probenprozesse

Theaterleut ́ sind schon ein eigenes Volk. Jaja, mir ist schon klar: Tiroler sind auch ein eigenes Volk. Oder Indianer: aber die reden halt nicht sooo viel! Da genügt ein einfaches „Howgh“, dann wird an der Pfeife gepofelt und gut ist. Jetzt wirst Du Dich vielleicht fragen: warum zum Teufel machen das die Theaterleut ́ nicht auch so, warum wird geredet, geschaut, geredt geschaut und dann wieder ein bisschen gestammelt? Und da muss ich Dir sagen: keine Ahnung. Am Rauchen wird ́s wohl nicht liegen – gequalmt wird genug. Dann schon eher am „Hau“. Aber das ist wahrscheinlich erst dann cool, wenn man quasi Pierre Price ist, oder von mir aus Waterloo.

Auf jeden Fall freue ich mich, dass die Theaterleute wieder hier in meinem Innenhof sind und mir als Apfelskulptur den Alltag versüßen! Denen beim Probieren zuzuschauen ist echt witzig. Und wenn die mit den Proben fertig sind, wird so emsig weitergehackelt, dass sogar die Ameisen ihre Freude beim Zuschauen hätten. Geputzt, diskutiert, geschaut, diskutiert, herumgeschoben, diskutiert, telefoniert und dann wird die ganze Nacht mit dem Licht solange herumprobiert bis mir die Sonne wieder auf meinen schön geschliffenen Korpus scheint – und schon geht es wieder mit den Proben weiter…

Und weisst was: heute Abend ist Premiere. Da sind die aber sowas von nervös und so ruhig, dass ich fast Angst um sie kriege. Bei der ausverkauften Vorstellung werden sie dann wieder aufdrehen und spielen, als wenn es kein morgen gäbe! Dann wird es wieder ein bissl ruhig hier im Innenhof – zumindest tagsüber. Das macht mich etwas traurig. Damit du einen Eindruck davon bekommst, wie köstlich ich mich den ganzen Tag hier unterhalte, ein Beweisvideo (Bin gespannt, ob Du auch mich auf dem Video findest):

Aber dass so viel diskutiert wird bei den Theaterleuten geht mir halt auch nicht in die Birne… Aber mein Gott: durchs Reden kommen die Leut zammen heisst es ja so schön. Und auf einmal geht´s schwuppdiwupp und das Stück steht so tip top da, dass ich mich frage: wären all die Diskussionen echt notwendig gewesen? Die Theaterleut ́ meinen, dass ja. Aber bitte – ich, musst du wissen, bin da ja mehr so der große Schweiger…

Ich bleib da lieber bei Winnetou: Howgh & Friede

Herzlichst,

Dein Kunstapfel

P.S.: Vielleicht kommst du mich die nächsten Tage mal besuchen – schön wäre das, wenn wir uns auch mal kennen lernen! Bei der Gelegenheit stelle ich dir diese Theaterleute gerne vor – oder erzähle dir hinter vorgehaltener Hand mehr, hehe 😉

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Premierenfieber – Im Weißen Rössl am Wörthersee, THEATER SOMMER KLAGENFURT

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute beschreiten wir mit der Wiederaufnahmepremiere von „Im Weißen Rössl am Wörthersee – keine Operette, doch völlig aus der Fassung“ einen Meilenstein im diesjährigen THEATER SOMMER KLAGENFURT. Eva und Jörg haben sich prächtig in unser Stück integriert, haben Josepha bzw. Leopold neues Leben eingehaucht und diese Figuren weiterentwickelt. Wir freuen uns wahnsinnig auf unser Publikum und die Vorstellungen – heute Abend werden wir vor Lampenfieber hochkonzentriert sein! Wie locker wir uns dann in wenigen Tagen auf die Abende vorbereiten, beweist dieses Video aus dem letzten Jahr, aufgenommen vor einer der letzten Vorstellungen:

Die nächste Woche bedeutet für uns noch sehr viel Arbeit und ein durchdachtes Zeitmanagement: abends spielen wir des „Rössl“ ersten Teil, im Anschluss an die Vorstellungen um etwa 23:15 wird wie an den Vormittagen für den zweiten Teil probiert. „Im Weißen Rössl am Wörthersee – das verflixte zehnte Jahr“ feiert am 28. Juni seine Welturaufführung. Bis dahin stehen noch einige Probeeinheiten und Nachtschichten auf dem Plan. Und morgen in einer Woche – bei der großen Premiere – wird das Lampenfieber uns wieder zu Höchstleistungen peitschen!

Damit wir uns jetzt nur noch auf die Proben konzentrieren können, haben wir schon anständig die Werbetrommel gerührt und in Klagenfurt von uns reden lassen:

Ich wünsche uns und allen anderen Freiluftveranstaltern Wetterglück und putze meine Teller leer, damit ein wunderschöner THEATER SOMMER KLAGENFURT garantiert ist!

Alles Liebe & bis bald,

Wilhelm Prainsack

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Umbesetzung – Der „Neue“ beim THEATER SOMMER KLAGENFURT stellt sich vor

Mein Name ist Jörg Reifmesser und ich bin Schauspieler. Bereits vor zwei Jahren stand ich in der ersten Produktion des THEATER SOMMER KLAGENFURT als Harpagon in „Der Geizige – nach Moliére, doch völlig aus der Fassung“ im Innenhof des Stadthauses auf den Pflastersteinen, die die Welt bedeuten.

Diesen Sommer übernehme ich die Rolle des Leopold in der Erfolgsproduktion aus dem Vorjahr „Das weisse Rössl am Wörthersee“ und werde den Leopold auch in der Fortsetzung „Das verflixte zehnte Jahr“ spielen. Schon letzten Sommer hätte ich den Leopold geben sollen, musste diese Produktion jedoch aus terminlichen Gründen leider absagen.

Jörg Reifmesser als Harpagon

Mit Philipp“Pippo“ Stix wurde an meiner statt ein mehr als gleichwertiger, toller Schauspieler verpflichtet. Natürlich kam ich als Zuseher nach Klagenfurt zurück und war – wie alle Besucher an diesem Abend vom „Rössl“ überwältigt.

Nun, Mitte Juni, bin ich selbst schon wieder mittendrin statt nur dabei und probiere seit Anfang dieser Woche fleissig in Klagenfurt.

Am Anfang ist da ein Theaterstück, ein Skript …der Text.
Das Ensemble trifft sich zu einer Leseprobe, lernt die Kollegen und das Team kennen. Danach geht man heim. Dann bleibt der Text einmal am Nachttisch, Küchentisch oder Couchtisch liegen – bei mir ist das so.

Irgendwann wird das Skript wieder durchgeblättert und nach einer erneuten Lektüre streiche ich mir meine Textpassagen mit einem Leuchtstift an.

Fotoshooting als Oberkellner Leopold mit der Wirtin Josepha (Eva Reinold)

Anfang Mai starteten wir mit den Proben.
Ich begann natürlich schon viel früher Text zu lernen, denn für mich sind ja beide Produktionen – beide Texte neu.

Zuerst probierten wir für die Fortsetzung, die neue Produktion – also begannen alle quasi bei Null – was den Text anbelangt.

Bei einem neuen Stück bin ich bei der Probe mit jeder Faser meines Körpers sowie meines Verstandes an der Entwicklung meiner Figur und des Stücks beteiligt.
Dadurch konnte ich den „Leopold“ für mich entdecken und entwickeln.
Jeder Schritt den man macht, jeder Ton den man von sich gibt, jede Geste fügt sich wie ein Mosaik zusammen und beginnt zu „leben“.

Video vom Fotoshooting mit Jörg Reifmesser sowie dem Team des THEATER SOMMER KLAGENFURT

Eine Herausforderung ist, „meinen“ neu entdeckten Leopold in die Wiederaufnahme vom „Rössl“ zu setzen: „mein“ Leopold wirkt wie ein Pinselstrich, der auf eine bereits bemalte Leinwand aufgetragen wird…

Wie hat der Kollege das letztes Jahr gemacht? Wann bringe ich ein Glas Wasser? Wann kommt der Blick für den Kollegen? Was ist das richtige Stichwort? Das richtige Timing muss trainiert werden.

Dafür probieren wir und ich freu mich auf die Vorstellungen!

„Ich bin der Herr Leopold! Oberkellner im Weissen Rössl und stets zu ihren Diensten“

Liebe Grüße,

Jörg Reifmesser

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