Archiv der Kategorie: TheaterSommer

„Strukturiert aber flexibel.“ Ein Gespräch über die Social Media Aktivitäten des Volkstheaters Wien

Sehr interessant!

KULTURKONZEPTE-BLOG

LenaFuchs(c)lupispuma_Volkstheater © http://www.lupispuma.com / Volkstheater

Spezial zum Kulturmanagement Tag am 5. April 2017

Ein Beitrag von Ulli Koch 

Kommunikation ist im Kulturbereich ein Kerngeschäft, schließlich wollen Kulturbetriebe potentielle NutzerInnen erreichen, ihnen Inhalte zugänglich machen und sie auch dazu animieren am Kulturbetrieb zu partizipieren. Durch die sogenannte digitale Revolution kann auf Social Media Kanäle inzwischen nicht mehr verzichtet werden. Im Gegenteil, stellen diese doch das zentrale Kommunikationstool der heutigen Zeit dar. Erfolgreich in der Umsetzung ist beispielweise das Volkstheater Wien. Welche Strategie das Theaterhaus verfolgt und wie welche Kanäle genutzt werden, erklärt Kommunikationsleiterin Lena Fuchs.

Wie schaut das operative Tagesgeschäft beim Volkstheater aus?

Grundsätzlich sind wir in der Kommunikationsabteilung zu viert und decken das gesamte Kommunikationsspektrum, also sowohl interne als auch externe Kommunikation, ab. Wir entwickeln viele Themen im Team. Jede Person kann eigene Beiträge und Vorschläge einbringen und diese finden dann Eingang in die gemeinsame Strategie. Es gibt ein paar Säulen…

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Welches war das „beste“ Jahr ever? Vermutlich das kommende…

Seit 2010 starten wir jedes Jahr mit dem Anspruch „den besten Theater Sommer Klagenfurt ever“ auf die Bühne zu bringen. Einmal ist uns das tatsächlich gelungen. Welches Jahr nun de facto das „beste“ war, müssen all die involvierten Personen wohl mit sich selbst ausmachen. Was ich allerdings mit Sicherheit sagen kann ist, dass wir Jahr für Jahr alles darangesetzt und hart gearbeitet haben, das jeweilige Produktionsjahr zum besten, erfolgreichsten zu machen und um unser Publikum bestens zu unterhalten.

Neben einer professionellen, organisatorisch ausgeklügelten Vorbereitung, einem raffinierten Regiekonzept und einem homogenen Team hängt der Erfolg einer Produktion auch von Faktoren ab, auf die man als Produzent nur bedingt Einfluss hat: die Stimmung im Team, die im Idealfall eine sehr positive, kreative und produktive Eigendynamik entwickeln kann, die Aufmerksamkeit der Presse oder das Wetter (das man einfach so – ohne zu klagen hinnehmen muss)…

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Ein gemeinsames Essen ist nie verkehrt!

Welches der vergangenen sechs Jahre, in denen wir neun Eigenproduktionen (vier Uraufführungen und fünf Neubearbeitungen) auf die Bühne gebracht haben, nun „das beste“ war, kann ich wirklich nicht sagen. Mal waren wir noch besser besucht als sonst, mal war die Stimmung im Ensemble nochmal ein Scheibchen besser als gewohnt, mal war die künstlerische, schauspielerische Herausforderung nochmal komplexer und damit dankbarer als in den anderen Jahren… Einen Index für Erfolg oder Scheitern festzulegen ist etwas sehr persönliches und obliegt jedem einzelnen. Ich persönlich habe in den vergangenen Jahren beides durchleben (und verstehen) dürfen. Prinzipiell könnte man sagen: „Wir waren gut besucht, den meisten Leuten hat es gefallen – passt.“ Das wirklich aufregende jedoch ist, jedes Jahr Erfahrungen mitzunehmen, mit diesen zu wachsen und den Anspruch zu leben, den THEATER SOMMER KLAGENFURT weiter zu verbessern, noch aufregender zu gestalten – geradezu perfekt zu machen..!

Mit diesem Anspruch und den wertvollen Erfahrungen aus sechs packenden Jahren setzen wir alles daran, dass unser siebtes Produktionsjahr alles andere als „verflixt“ wird.

Der Spielplan vom THEATER SOMMER KLAGENFURT 2016

Erstmals werden wir im Sommer 2016 zwei abendfüllende Neuproduktionen zeigen:

TSK2016_marindolina_Logo_rgb 2Zum einen besinnen wir uns zu unseren Anfängen zurück: eine zugespitzte, neugeschriebene Komödie bestehend aus Handlungssträngen dreier Klassiker der Weltliteratur, die geistreich, kurios und pfiffig zusammengeführt werden & SchauspielerInnen, die mit mitreißender Begeisterung teilweise in Doppelrollen agieren und sehr körperbetont ein Gefühlsspektrum zwischen abgrundtief verzweifelt und himmelhoch jauchzend abdecken werden. Dass bei einer guten Komödie viel tragisches mitschwingt ist uns bewusst, und gerade darin sehen wir die Stärke in „Marindolina“.

vorstellunggespraech_logoZum anderen werden wir heuer etwas machen, das wir bislang noch nie gemacht haben: Tantiemen an einen Verlag zahlen. (Was wir allerdings sehr wohl gemacht haben ist, unsere AutorInnen – nur halt direkt – für die Auftragswerke zu bezahlen!!!). Aber das machen wir sehr gerne, da Joachim Zelter mit seiner kafkaesken Groteske „Vorstellungsgespräch“ ein Meisterwerk geschrieben hat, das den Zahn der Zeit trifft. Dieses Stück stellt für uns die überaus dankbare Herausforderung dar, in Klagenfurt ein weiteres schauspielerisches Gesicht zu zeigen, und auch das „ernste Fach“ (obwohl es in der Groteske nicht nur ernst hergehen wird) zu bedienen.

Darüber hinaus erwarten Sie weitere Neuerungen und sehr schöne, allabendliche Überraschungen. Alles werden wir zwar nicht verraten (wegen dem Überraschungseffekt wäre es gewesen) – das sollten Sie sich einfach ansehen kommen!!! Einiges aber schon – und zwar wie gewohnt hier auf unserem Blog.

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Jörg Reifmesser pausiert 2016.

Ein Wermutstropfen bleibt: Jörg Reifmesser – eine sehr verdiente Konstante in unserem Schauspielensemble und ein überaus beliebter und geschätzter Kollege, wird heuer eine Auszeit vom theatralen Treiben im sommerlichen Kärnten nehmen. Wir wünschen Jörg (mit etwas Wehmut dafür aber von ganzem Herzen) eine erfüllende Auszeit und hoffen, dass er in den kommenden Jahren wieder Teil von Kärntens coolstem Sommertheater wird. Dennoch erwartet Sie mit Katarina Hartmann, Heidelinde Schuster und meiner Wenigkeit ein eingespieltes Ensemble, zu dem mit Sebastian Krawczinski und Christian Ruthner zwei Vollblutschauspieler treffen, die darauf brennen im Sommer Kärnten aus dem Häuschen zu locken.

Wir freuen uns schon sehr auf das Wiedersehen mit unserem treuen Publikum sowie auf etliche „neue“ Gesichter. Und hoffen, dass 2016 der „beste THEATER SOMMER KLAGENFURT ever“ wird… zumindest bis 2017… 😉

Alles Liebe & bis bald,

Wilhelm Prainsack | Leitung

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Kärntens coolstes Sommertheater hebt „Eine ehrenwerte Familie“ aus dem Taufbecken

Vergangenen Donnerstag haben wir unseren neusten theatralen Wurf uraufgeführt: Eine ehrenwerte Familie wurde vom Ensemble gerockt und ist von unserem Premierenpublikum (und auch von den inzwischen mehr als 250 BesucherInnen der restlichen Vorstellungen) mit Begeisterung angenommen worden! In den nächsten Wochen werde ich Euch über die Entstehungsgeschichte unseres Stückes berichten. Anfangen will ich mit dem Inhalt und Fotos, Fotos, Fotos 😉

Astrid, Josef, Seppi & Shakira

Astrid, Josef, Seppi & Shakira

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Astrid & Hugo

THEATER SOMMER KLAGENFURT präsentiert „Eine ehrenwerte Familie“

Der Sexualtherapeut Hugo und seine Frau Astrid sind zwei Spießer par excel- lence. Dafür machen sie es sich ziemlich bequem: Astrids Vater Josef wird in einem Nobel-Altersheim deponiert und der gemeinsame Sohn Seppi wird zum Studieren in die USA geschickt. Um sich gegenseitig ertragen zu können wird ein aufwendiges Lügengestrüpp geflochten. Die neue, kecke Haushälterin Shakira soll für Reinlichkeit im ehrenwerten Haushalt sorgen. Das eingespielte Leben unseres „Vorzeige-Ehepaares“ gerät allerdings aus den Fugen, als Josef aus dem Altersheim geschmissen wird und Seppi des Studierens leid ist. Nun heißt es wider Willen zusammenrücken im Haushalt des Musterpärchens. Nachdem die Problemchen aller Figuren ans Tageslicht kommen und Hugo versucht, an allen herumzudoktern, wird der innerfamiliäre Zwist auf die Spitze getrieben…

Shakira & Astrid

Shakira & Astrid

Josef & Shakira

Josef & Shakira

Wir sind überzeugt, dass (fast) alle unserer BesucherInnen sich selbst, jemanden im eigenen Clan, oder zumindest einen Bekannten in Eine ehrenwerte Familie wiedererkennen werden 😉

Bis 25. Juli nur in Klagenfurt am Wörthersee

Eine ehrenwerte Familie wird noch 20 Mal im schmucken Innenhof des Stadthaus Klagenfurt unter freiem Himmel gespielt. Derniere ist am 25. Juli, alle Spieltermine findet Ihr auf unserer Website. Wir freuen uns auf Euren Besuch, auf traumhaftes Wetter und spannende Vorstellungen!!! Unser Ensemble (Katarina Hartmann, Heidelinde Schuster, Gabriela Zaucher, Wilhelm Prainsack und Jörg Reifmesser) sowie unsere Regisseurin Angie Mautz können es kaum erwarten, auch Dich aus dem Häuschen zu locken!!!

Astrid, Seppi & Hugo

Astrid, Seppi & Hugo

Hugo, Seppi, Josef, Shakira & Astrid

Hugo, Seppi, Josef, Shakira & Astrid

Hugo & Josef

Hugo & Josef

Herzlichst – im Namen des gesamten Ensembles,

Wilhelm Prainsack

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Der THEATER SOMMER KLAGENFURT & sein Publikum

Fünf Jahre – Eine Bilanz

2009 starteten Robert Saringer und ich die Vorbereitungen für ein Freilufttheater inmitten der Klagenfurter Altstadt. In den Einreichungsunterlagen formulierten wir damals folgende Visionen und Ziele:

  • Der THEATER SOMMER KLAGENFURT versteht sich nicht als einmaliges Ereignis. Vielmehr soll sich durch kontinuierlich qualitativ hochwertige Arbeit ein neuer Fixpunkt im Kärntner Kultursommer etablieren. Die inhaltliche Ausrichtung ist vorgegeben, jedoch kann auf diverse Einflüsse flexibel reagiert werden. 
  • Der THEATER SOMMER KLAGENFURT möchte sich auch seiner wichtigen gesellschaftlichen Verantwortung stellen und sich durch gezielte Aktionen karitativ betätigen.
  • Der THEATER SOMMER KLAGENFURT wird den Zusehern mit besonderem Engagement, Mut und Unkonventionalität außergewöhnliche Theaterabende bieten und so eine Bereicherung für die Kärntner Kulturlandschaft und den Sommertourismus darstellen.
  • Durch gezielt eingesetzten Lokalkolorit in der Organisation, Öffentlichkeitsarbeit und auch in den Inszenierungen sollen sich die Bewohner des Großraums Klagenfurt/Wörthersee mit dem THEATER SOMMER KLAGENFURT identifizieren können.
  • Die frischen, unkonventionellen Inszenierungen sollen über die Grenzen Kärntens hinaus Beachtung finden.

Nach fünf aufregenden Sommern galt es zu reflektieren, wie sich der THEATER SOMMER KLAGENFURT tatsächlich entwickelt hat. Natürlich ist es in einer nicht gewinnorientiert arbeitenden Kulturinstitution nicht einfach, alle Teilbereiche zu evaluieren, da wichtige Komponenten, wie etwa der künstlerische Output, unsere Produktionen – also unser Produkt, schlichtweg nicht mit Zahlen messbar sind. Sie werden vom Publikum (und auch von den Mitwirkenden) kontrovers aufgenommen und Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden… Auch den Erfolg einer Produktion in direktem Zusammenhang mit den BesucherInnenzahlen zu werten ist im konkreten Fall eines Freilichttheaters mit dem damit verbundenen „Wetteraspekt“ schwierig:

Um Statistiken objektiv zu interpretieren, wären gleichbleibende konstante Bedingungen  notwendig. Die mit dem Wetter, bzw. den Wettervorhersagen teils sehr spontanen Schwankungen des Besucherstroms lassen daher eine objektive Statistik nicht zu.

Publikumsbefragung

So haben wir im heurigen Sommer – unserem fünften Jahr – unsere Besucherinnen und Besucher eingeladen, im Rahmen einer umfangreichen Publikumsbefragung uns ihre Erfahrungen mit, bzw. ihre Meinung über den THEATER SOMMER KLAGENFURT, sowie Anregungen mitzuteilen. Es wurden ausschliesslich BesucherInnen unseres „Abendstückes“ „Ein Sommernachtsalbtraum“ befragt.

Fragebogen Bsp. 2 Fragebogen Bsp. 1

Wichtig war für uns zu erfahren, wie unsere Gäste auf uns oder unsere Produktionen aufmerksam wurden, wie sich unser Publikum in puncto Altersstruktur und Wohnorte zusammensetzt. Ausserdem wollten wir wissen, welchen Anklang unser künstlerisches Konzept, unsere Spielstätte oder unsere Theaterbar finden. Nach der Auswertung der knapp 400 ausgefüllten Fragebögen können wir Bilanz ziehen:

Dass sich der THEATER SOMMER KLAGENFURT wunderbar in Kärntens Landeshauptstadt etablieren konnte zeigt, dass rund zwei Drittel unserer BesucherInnen aus dem Großraum Klagenfurt am Wörthersee stammen. Jeder fünfte Gast darf der Zielgruppe  der Sommertouristen zugeordnet werden.

Die Zusammensetzung der Altersstruktur bringt keine großen Überraschungen, ist jedoch sehr erfreulich, sprechen wir mit unseren „Abendproduktionen“ Publikum quer durch alle Altersschichten an.

Altersstruktur TSK Herkunft Publikum TSK

Hoher Anteil an Stammpublikum

Zwei von drei BesucherInnen sind WiederholungstäterInnen! Im Schnitt besuchte jeder Gast 2014 bereits zum 2,4 Mal eine Vorstellung des THEATER SOMMER KLAGENFURT. Am meisten Anklang fand unsere Produktion „Im Weißen Rössl am Wörthersee – keine Operette, doch völlig aus der Fassung“, dicht gefolgt vom „Sommernachtsalbtraum“ und „Kannibale und Diebe“.

Besonders freut uns, dass die Preisgestaltung des THEATER SOMMER KLAGENFURT von 91 % unserer BesucherInnen als angemessen erachtet wird. Einige wenige finden die Kartenpreise zu hoch, andere wiederum zu niedrig! Für all jene, die unsere Ticketpreise für zu hoch gegriffen auffassen, empfehlen wir den Besuch an einem Bittwoch – oder kommen Sie einfach wie diese Dame ein zweites Mal!FullSizeRender Apropos: Wir wollten uns durch gezielte Aktionen karitativ betätigen. Durch den Bittwoch und unseren Partner, den Casinos Austria, konnten wir mittlerweile einigen hundert Gästen einen „kostenlosen“ Theaterabend bescheren und zudem an die € 4.000,00 sammeln und karitativen Einrichtungen zur Verfügung stellen!

Sehr erfreut uns der extrem hohe Zuspruch gegenüber unsrem doch eigenwilligen Programm, unserem Schauspielensemble, der Spielstätte und unserer Theaterbar!

Was gefällt am TSK

Aufmerksamkeit erregt der THEATER SOMMER KLAGENFURT vorwiegend durch Empfehlungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, durch die Printmedien, TV-Beiträge, Plakate oder das Internet.

Dass die  frischen, unkonventionellen Inszenierungen über die Grenzen Kärntens hinaus Beachtung finden beweisen zum einen die überregionale Berichterstattung (orf.at oder derStandard) oder zum anderen Gastspiele in Wiener Neustadt 2014, 2013 oder in Stockerau 2011.

Natürlich war der Anteil der weiblichen Besucher auch heuer höher als der der männlichen (immerhin war als Kontrastprogramm auch die Fussballweltmeisterschaft…), aber den Wert der Besucherbefragung – da kommt auf zwei Damen ein Herr – kann man nicht für bare Münze nehmen…  Immerhin wurden immer wieder Frauen beim Ausfüllen des Fragebogens beobachtet, während deren männliche Begleiter an der Theaterbar Getränke holten… Also eine eher klassische Rollenverteilung bei unserem Publikum 😉

Conclusio, ein Abschied & ein Blick nach vorne

Für uns bedeutet dieses Ergebnis, dass wir auf einem guten Weg sind, dass wir auf extrem hohe Akzeptanz stoßen, und dass den THEATER SOMMER KLAGENFURT gaaanz vieeeele Menschen nicht mehr missen möchten! Dafür will ich mich bei dem Team und allen Kolleginnen und Kollegen, die in den vergangenen fünf Jahren zum Gelingen der acht Eigenproduktionen des THEATER SOMMER KLAGENFURT beigetragen haben, herzlich bedanken!

Besonders danken für fünf geile Jahre, viele tolle, aussergewöhnliche Ideen, vor allem das strukturelle Herangehen an deren Verwirklichung sowie immer verlässlich gute Arbeit, will ich meinem Freund und Kollegen Robert Saringer, der leider aus dem Leitungsteam scheidet. Robert hat gemeinsam mit mir den THEATER SOMMER KLAGENFURT von einer vagen Idee bis zum 10.000 Besucher gestaltet und trägt als Mitbegründer und operativer Leiter einen wesentlichen Anteil an dem Erfolg von Kärntens coolstem Sommertheater. Robert, der nun in Bildungskarenz ist und nebenbei für weitere Kultureinrichtungen arbeitet, wird uns weiterhin als Berater, Freund, Gast und Ideengeber zur Seite stehen, worüber wir uns immens freuen!!!

Robert Saringer & Wilhelm Prainsack

Robert Saringer & Wilhelm Prainsack

Super Publikum – Danke für die Mitarbeit!

Momentan arbeitet eine Hand voll Leuten an der Realisierung des THEATER SOMMER KLAGENFURT 2015: ein Stück ist bereits im Entstehen, Ansuchen um Subventionen wurden eingereicht und mit potentiellen Partnern wird verhandelt. In all diese Prozesse fliessen Erkenntnisse aus der Publikumsbefragung ein – auf diesem Weg auch Ihnen, liebes Publikum, herzlichen Dank für Ihr konstruktives Feedback!

In den kommenden Monaten werden wir auf unserem Twitter Account mehrmals wöchentlich Reaktionen, Anregungen oder Kritikpunkte aus der Besucherbefragung unter dem Hashtag #ts_k teilen! Schauen Sie rein und diskutieren Sie mit!!!

Schon bald gibt´s weitere News,

bis dahin alles Liebe,

Wilhelm Prainsack

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Ein Albtraum über Neustadt

Liebe LeserInnen,

Ende August durften wir bereits zum zweiten Mal eine unsere Produktionen in Wiener Neustadt, der Allzeit Getreuen, zur Aufführung bringen. Nachdem wir letztes Jahr direkt am Hauptplatz „gerösselt“ haben, waren wir diesmal im Innenhof der Theresianischen Militärakademie – der ältesten der Welt, zu Gast! Im letzten Blog wurde das heurige Sommerwetter schon abgehandelt… nur soviel zu Wiener Neustadt: der erste Vorstellungstag war wunderschön, am zweiten haben Rekruten alles für uns trockengewischt – super Service & herzlichen Dank an die Jungs vom Heer!

Vorstellung im Innenhof der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt! Foto: Österr. Bundesheer

Vorstellung im Innenhof der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt; Foto: Österr. Bundesheer

Zwei Nachmittage / Abende wurde probiert und schon war unser Ensemble fit für die  Wiederaufnahme. Zwischendurch blieb etwas Zeit, sich in dem historischen Gemäuer umzusehen. Besonders gefallen hat die St. Georgs-Kathedrale – eine spätgotische, dreischiffige Hallenkirche, in der der „letzte Ritter“, Maximilian I. „zwischen Himmel und Erde“ begraben liegt. Genau unter der Kirche war unsere Garderobe untergebracht und die Fassade mit der Wappenwand diente als Kulisse für das illustre Treiben in Ein Sommernachtsalbtraum – nach Billy Shakespeare, doch völlig aus der Fassung.  Einen Fernsehbeitrag zur Aufführung sehen Sie im Kulturmagazin von WNTV.

Es wird gerockt! Foto: Österr. Bundesheer

Marie Luise Neuschitzer, Jan Nikolaus Cerha, Eva Reinold und Jörg Reifmesser (v.l.n.r.) rocken in bester Laune; Foto: Österr. Bundesheer

Uns hat dieses Gastspiel wieder viel Freude gemacht und wir möchten uns  herzlich bei der KME Wr. Neustadt für die Organisation, bei den Mitarbeitern vom Stadttheater Wr. Neustadt für den reibungslosen Aufbau sowie die tolle Unterstützung, beim österreichischen Bundesheer und Hr. Oberst Kerschbaumer und natürlich dem phantastischen Neustädter Publikum herzlich bedanken! Wir kommen sehr gerne wieder!!!

"The final Curtain" für "Ein Sommernachtsalbtraum"; Foto: Österr. Bundesheer

„The final Curtain“ für „Ein Sommernachtsalbtraum“; Foto: Österr. Bundesheer

Der Sommernachtsalbtraum ist ausgeträumt

Mit der zweiten Vorstellung in der Milak fiel auch endgültig der Vorhang für Ein Sommernachtsalbtraum! Für mich persönlich war es eine sehr schöne Arbeit mit unserem gewohnt spielfreudigen Schauspielensemble, und all den anderen großartigen MitarbeiterInnen des THEATER SOMMER KLAGENFURT. Und so freuen wir uns auf neue herausfordernde Theaterprojekte – so, wie es unser Kuschel-Hard Rock Sänger Lovely Lyxi sagen würde: „Rock on“!

Hermine & Lovely Lyxi Alyxander in Aktion; Foto: Österr. Bundesheer

Hermine & Lovely Lyxi Alyxander turteln in der Militärakademie; Foto: Österr. Bundesheer

Ciao,

Wilhelm Prainsack

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Aufbau & Proben

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Apfeltalk: Theater, Sommer, Hagelschlag & eine Delogierung

Das war ein Sommer heuer! Sommer ist gut. Laut Kalender war Sommer. Oder halt woanders, aber in Klagenfurt eher nicht so. Zumindest nicht Ende Juni bis Mitte Juli… Nichts desto trotz gibt es Sommertheater. Naja, nennen wir es heuer mal Freilufttheater. Weil das könnte ja auch im Winter stattfinden. Sollte ich aber nicht zu laut sagen, wer weiss, auf welche Ideen diese Theaterleute sonst noch kommen.

Kärntens coolstes Sommertheater

Heuer haben sie auf jeden Fall einen „Sommernachtsalbtraum“ auf die Bühne gebracht. Cooles Stück muss ich sagen. Und nachdem sich ja- ich nenne sie mal „meine“ Theaterleute, da sie ja bei mir im Stadthaus produzieren – sich damit brüsten, Kärntens coolstes Sommertheater zu sein, kann ich nur sagen: Da hat alles zusammengepasst! Das Wetter, das Stück, die Umsetzung – sprich: a runde Gschicht!!!

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In Klagenfurt sagen ja die älteren Semester, dass es so einen Hagelschlag wie heuer nur alle 50 Jahre gibt.

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IMG_0750Kann ich nun nicht bestätigen. Was ich allerdings behaupte ist, dass es so einen verregneten Juli bestimmt nur höchstens alle fünf Jahre gibt: ich hab die Theaterleute heuer nur an zwei der insgesamt 24 Spieltage nicht alles trockenwischen gesehen. Und das hängt aber bestimmt nicht damit zusammen, dass die mich einfach zur Seite geräumt haben. Einfach ist gut: Immerhin waren vier gestandene Männer (und noch ein paar Hansln) am Werk meinen schönen, marmornen, 1400 Kilogramm schweren Corpus zu deplazieren und dabei den hydraulischen Stapler zu demolieren! Soweit so gut, nun kuschle ich wieder mit meinen Birnen (ach, wie ich das vermisst habe), und muss nicht wieder allabendlich im Rampenlicht stehen. Und ich bin nicht mehr so stark der Witterung ausgesetzt, was ich jetzt ziemlich gut finde – ich bin zwar nicht aus Zucker, aber so ein harter Kerl wie man es vermuten könnte bin ich nun auch wieder nicht!

Schön war es trotzdem. Es war zwar kalt und unwirtlich und man wundert sich, wer da aller dennoch ins Open Air Theater geht! Und unwirtlich war ja nur das Wetter, nicht aber die Damen der Theaterbar: besonders gefallen hat mir der liebliche Geruch vom heissen Punsch, der mir ein imaginäres Lächeln entlockte!

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Immerhin war die letzte Spielwoche einigermassen schön, und das Theater wieder rappelvoll.

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Nicht dass ich mich jetzt so auskenne, aber ich denke, dass sich meine Theaterleute spätestens seit heuer unter den Top-Playern der Kulturbranche etabliert haben: Weil erstens haben sie endlich eine Nebelmaschine, und zweitens könnens bei dem Wetter (und noch dazu mit der Fussball WM als Konkurrezveranstaltung) nicht reich geworden sein 😉 Aber die haben noch Luft nach oben, da muss man nur mal nach Wien schauen, oder auf die Seebühne….

Los war wieder wirklich viel – die eben erst erwähnte Nebelmaschine hat auch mal die Feuerwehr anrücken lassen. Ich für meinen Teil hab wieder etliche bekannte und viele glückliche Gesichter unter den Gästen, und schwitzende Schauspieler gesehen. So soll es sein. Nur nicht vielleicht so dermassen nass und kühl, weil irgendwie ist das dann doch uncool…IMG_1115

Und so bleibt mir nichts weiter über als in meinem neuen Eck auszuharren und zu warten, was der kommende Sommer mir bringen wird. Theater? Schönes Wetter?  Hoffentlich beides – UND (in eigener Sache): ich würd gern mal direkt beim Eingang stehen – geht das???

 

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HALBZEIT! Eva Reinold meldet sich mit einem Zwischenbericht aus dem Stadthaus

Halbzeit beim THEATER SOMMER KLAGENFURT und die Stimmung wird immer besser! Trotz einiger Wetterschwierigkeiten haben wir die Premiere und sechs Folgevorstellungen äußerst motiviert über die Bühne gebracht.

Sommernachtslptraum

Der Aussichten für die nächsten Tage stimmen uns zuversichtlich, dass auch die kommenden Vorstellungen gut besucht sein werden und wir somit viele Menschen durch unseren Sommernachtsalbtraum jagen dürfen! Wir haben nur ein kleines Problem: unser sehr verkehrter Autor Georg Maria Rauber ruft uns täglich mehrmals aus seinem Basislager, dem Wiener Kaffeehaus Siebenbrunnen an, um sich nach der Stimmung im Team zu erkundigen bzw. um immer wieder kleine inhaltliche Verbesserungsbefehle (sic!) zu geben. Wir versichern ihm dann zwar stets, dass die Stimmung bestens und dass unserer Ansicht nach das Stück auch jetzt schon ein Hit sei, es also keiner inhaltlichen Veränderungen mehr bedürfe, doch er lässt einfach nicht locker. Mir scheint die Premiere hat ihn derart bewegt, ihm vor Augen geführt was Theater alles sein kann, dass er sein Stück immer besser machen möchte um der darstellerischen Brillanz gerecht zu werden. Dabei konnten wir bloß so gut sein, weil sein Stück so komplett war. Ein Teufelskreis also… Ich denke, dass ihm die Kärntner Luft gut täte. Kein Wunder, dass man gedanklich nicht loslassen kann, wenn man immer nur in verrauchten Wiener Kaffeehäusern sitzt, noch dazu als Nichtraucher!

Ansonsten ist die Stimmung wie gesagt top! Ich glaube dieses Jahr hat wieder ein hiesiger Politiker demonstrativ Wasser aus dem türkisblauen Wörthersee getrunken, um zu beweisen wie hoch dessen Qualität ist… Uns muss man das nicht mehr beweisen, schließlich spielen wir schon seit fünf Jahren Theater in Klagenfurt und lieben nicht nur das Wasser des Sees, sondern auch die Schnitzel im Theaterkaffee und den kühlen Hugo am Lendkanal.

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Unser lieber Kollege Jörg Hugo Reifmesser (Regie) und meine Wenigkeit (Autorin), wir haben so nebenbei auch noch das Kinderstück „Till und Ella – eine Eulenspiegelei“ auf die Beine gestellt und auch das kommt bei Jung und Alt sehr gut an! Und jetzt der absolute Oberhammer: als wäre das alles nicht genug, habe ich auch noch einen Musical- und Operettenabend hier im Stadthaus geplant, und zwar mit meinem geliebten Trio, den „Schmetterlingen im Bauch“!

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Mein Gott, ich freu mich so! Es war zwar ein anstrengendes Jahr bisher, aber so ein Sommer in Kärnten das ist was Herrliches! Da kann man arbeiten und gleichzeitig relaxen. In Wien geht das nur selten.

Also: „Schmettlinge im Bauch“ – 6. Juli um 19:30 Uhr.

Dann: „Till und Ella – eine Eulenspiegelei“ noch am 12. und 19. Juni

uuuuund „Ein Sommernachtsalbtraum“ täglich von Dienstag bis Samstag noch bis 19. Juli!

Alles Liebe,

Eva Reinold

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2014 – Das Jahr der Jubiläen

Hallo liebe Leute,

die Katze ist aus dem Sack und damit uns bei dem weißen Winter ein bisserl warm ums Herz wird, möchte ich euch unseren Spielplan für Sommer 2014 vorstellen!

2014 – Das Jahr der Jubiläen

Ein Sommernachtstraum

In unserem  – man höre und staune – 5 JAHRE THEATER SOMMER KLAGENFURT-Jubiläum werden wir uns natürlich nicht lumpen lassen und haben uns einmal mehr ein aussergewöhnliches Programm einfallen lassen: Mit „Ein Sommernachtsalbtraum – nach Billy Shakespeare, doch völlig aus der Fassung!“ lassen wir auch Jubilar William Shakespeare (er feiert heuer seinen 450. Geburtstag!) hochleben.

Auch für mich bedeutet das Jahr 2014 ein Jubiläum: nach etlichen umjubelten Auftritten in diversen Krippenspielen stand ich 1994 das erste Mal in einer professionellen Produktion auf der Bühne – ich war Komparse in „Jesus Christ Superstar“ am Stadttheater Klagenfurt. Zeit, mich zu verändern…

Zwei Autoren – zwei Uraufführungen

Georg Rauber, Autor und Schauspieler, dreht den „Sommernachtstraum“ durch den interpretativen Fleischwolf und versetzt Shakespeares Meisterwerk in die aktuelle Zeit! Seine spannende Neuerzählung bietet ein humoristisches Suchbild für Kenner des Originals, wird mit einer ordentlichen Prise österreichischem Humor versetzt und mit neuen Handlungssträngen, Intrigen und Plot-Twists in komplett neuem Kleid und Charme präsentiert! Seine Arbeitsweise und wie er an diesen berühmten Text herangeht, wird Ihnen Georg demnächst in einem eigenen Blog vorstellen.

Ganz haben wir das Geheimnis rund um unser Programm 2014 aber noch nicht gelüftet: es wird noch eine zweite Uraufführung geben, die sich an die ganze Familien richtet. Als Autorin konnten wir Eva Reinold – unserem Publikum als Darstellerin in den vergangenen drei Produktionen bestens bekannt – gewinnen. Details zu diesem Stück folgen. Nur soviel vorweg: das Stück werden (zumindest teilweise) ungleich mehr Augenpaare sehen, als wir (zahlende) Besucher haben werden!

Zwei Mal von der Bühne ans Regiepult und zurück

Ich unterstelle jetzt mal einfach 90% meiner Schauspielkollegenschaft, dass sie gerne Regie führen wollen. Auch in mir schlummert diese Ambition schon seit längerem. Nach mittlerweile zwanzigjähriger Bühnenerfahrung ist es nun für mich soweit die Zügel selbst in die Hand zu nehmen und mich dieser verantwortungsvollen Herausforderung zu stellen. Natürlich erleichtert mir diese Aufgabe, dass ich die künstlerische Ausrichtung, den Anspruch sowie das Publikum des THEATER SOMMER KLAGENFURT sehr gut kenne und mich auf ein eingespieltes, spielfreudiges Ensemble und sehr kreatives Team stützen und verlassen kann.

Einschlägige Regieerfahrung bringe ich aus dem Kinder- und Jugendtheater mit. Ein abendfüllendes Stück zu inszenieren ist für mich allerdings Neuland. Es muss immer ein erstes Mal geben. Und auf mein „erstes Mal“ freu ich mich wie ein junger Hund und zerbreche mir schon jetzt den Kopf, mit welchen stilistischen Mitteln ich Ihnen diese Geschichte aufregend, spannend und überraschend erzählen werde.

Ach ja, als „Regiegreenhorn“ finde ich mich heuer in bester Gesellschaft: Jörg Reifmesser wird mit der Inszenierung des Familienstückes (in dem Jörg mir als Schauspieler den Weg weisen wird) ebenfalls sein Regiedebüt feiern.

Wir alle werden auf jeden Fall unser Bestes tun um Sie mit unserer Arbeit zu begeistern und Ihnen einen unvergesslichen Theaterabend zu bescheren!!! Bis dahin werden wir Sie aber nicht auf die Folter spannen und an dieser Stelle regelmässig über den Status bei den Proben berichten.

Einstweilen alles Liebe & bis bald,

Willi shakes beerWilliam shakes beer 😉

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Was tut sich so beim TSK?!?

Liebe Freunde,

das Jahr neigt sich dem Ende zu und während in Kärnten schon der erste Schnee gefallen ist arbeiten wir bereits am Programm für den kommenden Sommer und unserem ersten großen Jubiläum:

 

FÜNF JAHRE THEATER SOMMER KLAGENFURT!

 

Das Programm steht (mehr oder weniger), doch jährlich grüßt das Murmeltier

Da wir uns für kommendes Jahr natürlich etwas gaaaanz wunderbar außergewöhnliches (wieder einmal;) einfallen haben lassen, hoffen wir abermals auf die Unterstützung von Stadt und Land, damit unsere ehrgeizigen Produktionen kommenden Sommer wieder das Stadthaus – ach was! – die ganze Klagenfurter Innenstadt rocken können!!!

Während zwei grandiose Autoren ihre Tastaturen malträtieren um unsere beiden Stücke (Ein Abend- und ein Familienstück) „völlig aus der Fassung“ zu bringen versuchen Robert und Wilhelm das nötige Kleingeld aufzutreiben und spannende Kooperationen an Land zu ziehen. In Zeiten immer knapper werdenden Ressourcen eine – äh, schön forumiliert – herausfordernde Aufgabe…;)

Zeit, um zusammenzufassen, was in den letzten Monaten alles rund um den THEATER SOMMER KLAGENFURT so passiert ist:

Wellen schlägt nach wie vor unser erfolgreiche Crowdfunding Kampagne und das Konzept dahinter. So wurde der THEATER SOMMER KLAGENFURT eingeladen, im Rahmen von „Innovation im Kulturbetrieb“ (Kulturmanagement Forum Wien) eine Stunde lang zu referieren.

 

© Antonia Repec | Institut für Kulturkonzepte

© Antonia Repec | Institut für Kulturkonzepte

 

Wolfgang Gumpelmaier hat Wilhelm und Robert in seinem wöchentlichen Crowdfunding-Interview auf ununi.tv vor die Kamera gebeten.

 

 

Das Gastspiel von unserem „Rössl“ in Wiener Neustadt war ebenso ein großer Erfolg und wir wurden eingeladen auch nächsten Sommer mit einer weiteren Produktion des THEATER SOMMER KLAGENFURT den historischen Hauptplatz in Neustadt zu bespielen – darüber freuen wir uns natürlich und sind auch schon an den Vorbereitungen dran!

Unsere Kooperation mit der Uni Wien wird fortgesetzt. Diesmal beschäftigt sich eine Gruppe von Studenten der Kommunikationswissenschaften mit dem PR-Konzept des THEATER SOMMER KLAGENFURT. Wir sind gespannt, was uns am Semesterende präsentiert wird!

Neben den Vorbereitungsarbeiten für unser Jubiläumsjahr unterstütze Robert in den letzten Wochen als Projektleiter das NEW DESIGN FESTIVAL 2013 der NDU in St. Pölten während Wilhelm derzeit in Wien in fünf Theaterstücken sowohl für Kinder als auch Erwachsene spielt.

Wie Sie sehen arbeiten wir hart und mit ungebrochener Freude und Leidenschaft an einem weiteren erfolgreichen Theatersommer in Klagenfurt! Die nächsten Wochen werden also spannend und richtungsweisend. Wir freuen uns drauf!!!

Liebe Grüße,

Wilhelm & Robert

Robert & Willi

Achja, da war noch was – wir haben nämlich in unserem wunderschönen Co-Working-Space (wie man jetzt so sagt) zwei Arbeitsplätze frei. Wer also in Wien 1070 (also in bester Lage) einen Schreibtisch zum Werkeln, Denken, Basteln, usw. braucht, meldet sich am besten bei uns!

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Organsiation, Robert Saringer, Rundherum, TheaterSommer, Wilhelm Prainsack

Crowdfunding – Kennzahlen einer erfolgreichen Finanzierung

Nachdem wir uns im vergangenen Sommer erstmals an die sogenannte „Schwarmfinanzierung“, in der Fachsprache als „Crowdfunding“ bekannt, gewagt haben, möchten wir unsere Erfahrungen mit euch teilen sowie Kennzahlen veröffentlichen. Über unser Projekt berichteten wir schon ausführlich in einem Blog.

Wie funktioniert Crowdfunding?

Wie die deutsche Übesetzung „Schwarmfinanzierung“ schon sagt, wird ein Projekt durch die finanzielle Beteiligung vieler Personen (Kleinsponsoren bzw. Supporter) realisiert. Als Gegenleistung bietet man den Financiers besondere Produkte bzw. Beteiligungen am Projekt. Wie genau Crowdfunding funktioniert lest ihr am besten hier nach.

Wir entschieden uns, unser Finanzierungsprojekt auf der Crowdfunding-Plattform „Startnext“ zu starten. Startnext ist die größte und erfolgreichste dieser Plattformen im deutschsprachigen Raum. Zum damaligen Zeitpunkt waren aus 72 Einreichungen aus Österreich 30 erfolgreich. Vor unserem erfolgreich finanzierten Projekt „KANNIBALE & DIEBE“ wurde leider kein aus Kärnten zur Finanzierung freigeschaltetes Projekt finanziert. Für die Kärntner Theaterszene bedeutete die Teilfinanzierung durch Crowdfunding ein Novum und wir bereiteten unser Vorhaben gut vor um unser Projekt erfolgreich „über die Bühne zu bringen“!

Ausgangssituation

Wir entschieden uns dazu, mit der Herstellung von Kostümen einen reellen, nachvollziehbaren Teil unserer Produktionskosten durch Crowdfunding zu finanzieren. Die Überlegung war, dass alle an der Finanzierung beteiligten Personen – die sogenannten Supporter – die Produkte ihres finanziellen Zutuns auch sehen können und durch den Erwerb exklusiver Goodies einen Mehrwert erstehen! Natürlich war uns klar, dass ein solches Finanzierungskonzept in Österreich bzw. in Kärnten noch nicht sehr etabliert  ist. Darum versuchten wir, überregional Menschen anzusprechen, bzw. emotional an unser Projekt zu binden. So soll etwa in einem möglichen Supporter aus dem hohen Norden, der vermutlich nie und nimmer für einen Theaterbesuch ins schöne Kärntnerland fahren würde dennoch Interesse daran geweckt werden, dass unsere Häuptlinge in einem feinen, standesgemäßen Zwirn im Rampenlicht stehen.  Und damit dieser Jemand auch bereit ist dieses Projekt finanziell zu unterstützen, haben wir versucht auch Goodies bereitzustellen mit denen genau dieser Jemand auch etwas von dem Engagement hat.

Finanzierungsziel

Als Finanzierungsziel definierten wir € 1.500,00. „KANNIBALE & DIEBE“ erreichte 111% (€ 1.666,00) und wurde somit überfinanziert. Darüber hinaus wurde über diese Aktion ein zusätzlicher Sponsor gewonnen.

Goodies bzw. „Dankeschön-Pakete“

GoodiesHerausforderung war, Supporter im gesamten deutschsprachigen Raum anzusprechen. Dafür wurden sechs von neun Goodies nicht an einen Theaterbesuch gebunden. Darunter unter anderen die „Lasst euch einkochen“-Videobotschaft. Die restlichen drei Goodies waren Theaterpakete, die auf dem normalen Markt nicht zu erstehen waren – wie etwa der All-Inclusiv Theaterbesuch für zwei Personen – die klar an die Zielgruppe möglicher Besucher gerichtet waren!

Marketing

Neben der Verbreitung über unsere Homepage nutzten wir all unsere Social-Media Kanäle (Facebook, WordPress, Twitter, unseren Youtube-Channel) sowie klassische Printmedien. Die „Kleine Zeitung“ berichtete über „KANNIBALE & DIEBE“ auf einer Doppelseite. Auch Mundpropaganda im Verwandten- und Bekanntenkreis spielte eine nicht unwesentliche Rolle.

Kleine Zeitung_Startnext

Kennzahlen

39 Supporter unterstützen insgesamt 52 mal „Kannibale und Diebe“ mit € 1.666,00

32 Supporter aus Österreich, vier aus Deutschland, je einer aus den USA, Belgien und Kasachstan

Unter den 52 Unterstützungen waren sieben „freie“ (der Supporter wählte kein Paket und somit keine Gegenleistung). Diese sieben Supporter förderten „Kannibale & Diebe“ mit € 493,00.

Unsere Erfahrungen mit der Crowdfunding-Finanzierung

Da die Finanzierung erfolgreich war und wir sehr gutes Feedback über unser Auftreten und die Marketingmaßnahmen bekommen haben, sind unsere Erfahrungen sehr positiv. Wir können unsere Supporter in folgende Gruppen einteilen: (erweiterte) Teammitglieder, Verwandte, Bekannte bzw. Freunde, Stammpublikum sowie uns unbekannte Unterstützer. Überrascht waren wir vor allem an der finanziellen Beteiligung aus unseren Familien- und  Freundeskreisen: da unsere  Angehörigen und Freunde wissen, wie hart wir als Kulturschaffende zu arbeiten haben und es buchhaltungstechnisch quasi unmöglich ist, mal von der Oma einen Hunderter für das Sommertheater in die Finanzierung mitaufzunehmen, war Crowdfunding offenbar für viele Verwandte, Freunde und Bekannte eine tolle Gelegenheit, uns auf professioneller Ebene als Kultureinrichtung zu unterstützen und dafür auch einen Mehrwert zu erhalten. Auch einige (Stamm-)Besucher, die wir aufgrund des jährlichen Theaterbesuchs bei uns inzwischen persönlich kennen, haben ein Paket ergattert.Diagramm_Zielgruppen_kl

Finanziell_Zielgruppen_klAuch ein Unternehmen, mit dem wir alljährlich in Sponsorenverhandlungen waren aber jedoch leider nie eine Kooperation zustande kam, sprang durch die mediale Aufmerksamkeit als Partner auf den Zug auf. Dieses Unternehmen hat den Deal jedoch nicht über Startnext abgewickelt, da es in einem großen Unternehmen für die Buchhaltung offenbar kompliziert ist Sponsoringzuweisungen über einen Treuhänder abzuwickeln.

Tabelle der finanziellen Beteiligung der Zielgruppen in Miteinberechnung des durch die Crowdfunding Kampagne gewonnenen Sponsor (Extern – gelb) in Prozent:

mit Sponsor

Obwohl unsere Erwartungen übertroffen wurden darf man nicht vergessen, dass ein ausgeklügeltes und gut überlegtes Konzept essentiell für ein erfolgreiches Projekt ist und damit verbunden sehr viel Arbeit investiert werden muss!

Unsere Erfahrungen mit Startnext

Startnext hat sehr professionell gearbeitet und war auch telefonisch für Fragen erreichbar. Die Plattform Startnext wird betrieben von der Startnext Crowdfunding gUG. Seit Mai 2011 ist Startnext gemeinnützig, provisionsfrei und finanziert sich durch Spenden, den Verkauf diverser Premium Services und Features sowie durch Workshops und Vorträge, in denen Wissen rund ums Crowdfunding vermittelt wird.

Supporter können ihre Lieblingsprojekte direkt über ihr Online-Konto per Sofortüberweisung, via Vorkasse oder über  Paypal (Bei dieser Bezahlvariante fallen allerdings Transaktionskosten an, die dem Starter bei erfolgreicher Finanzierung abgezogen werden) finanziell unterstützen bzw. sich in diese einkaufen. Startnext stellt den Supportern frei, einen frei wählbaren Betrag der Crowdfunding Plattform zu spenden.

Von einigen Supportern wissen wir, dass es Skrupel gibt direkt über eine fremde Homepage auf ihr Online Konto zuzugreifen. In diesen Fällen wurden wir oft vor allem über unsere offizielle Facebook Seite kontaktiert und boten Hilfestellung oder konnten Vorbehalte entkräften (bei den Wiener Linien zum Beispiel funkt es genau so). Alternativ zu einer Online-Überweisung können Supporter sich die Kontodaten von Startnext mailen lassen und dann eine Überweisung durchführen – zu bedenken dabei ist allerdings, dass so eine Überweisung von einem österreichischen Konto aus bis zu sieben Werktage dauern kann und vielleicht nicht bis zur Deadline am Konto von Startnext gutgeschrieben wird. Überrascht hat uns, dass die Übergangsphasen zwischen Onlinestellen des Projektes, der Startphase sowie der Finanzierungsphase doch länger als erwartet (jeweils einige Werktage) gedauert haben. Andererseits werden natürlich alle Projekte sowie Starter durch Startnext auf Seriosität überprüft, was gut und wichtig ist. Für unser nächstes Projekt werden wir diese „Leerzeiten“ miteinberechnen. Insgesamt waren unsere Erfahrungen mit Startnext ausschliesslich positiv.

Gruß an die Crowd

Wir hoffen, Interessierten mit unseren Erfahrungen weitergeholfen zu haben. Allen Startern wünschen wir viel Erfolg bei der Realisierung ihrer Projekte!

Die Konzeption des Projektes „KANNIBALE & DIEBE“ erstellten Robert Saringer und ich. Einfliessen lassen konnten wir viele Erkenntnisse bzw. Erfahrungen von Christian Henner-Fehr, der uns beide im Rahmen des Kulturmanagement Studiums mit seinem beeindruckenden Fachwissen sehr weitergeholfen hat.

Ergänzend zu unseren Erfahrungen möchten wir allen Interessenten noch diese Einführung in Crowdfunding von Wolfgang Gumpelmaier – präsentiert im Zuge des stARTcamp Wien 2013 – ans Herz legen.

Bei all unseren Supportern und Fans auf Startnext wollen wir uns auf diesem Weg noch einmal herzlich bedanken!!!

Nachdem wir ja wissen was der THEATER SOMMER KLAGENFURT 2014 bringt, möchten auch wir wieder im Schwarm aktiv werden und hoffen abermals auf eine erfolgreiche Finanzierung durch die Crowd!

Bis dahin alles Liebe,

Wilhelm Prainsack

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