Archiv der Kategorie: Robert Saringer

Fair Pay für Kulturarbeit – ein kleiner Schritt

Das Spiel auf der Bühne wirkt souverän und professionell. Die Gesangs- und Tanzeinlagen begeistern das Publikum. Die Musik ist mitreißend und die Technik faszinierend. Auch die Plakate, die Folder und die Website sehen ansprechend aus. Schnell denkt man – das macht Spaß, das ist doch keine Arbeit…?

Im Gegenteil – dahinter steckt sehr viel Arbeit durch ein professionelles Team von Kulturschaffenden. Jeder und jede Einzelne hat eine jahrelange Ausbildung hinter sich und übt seinen Beruf schon viele Jahre aus. Viele Menschen gehen ihrer Tätigkeit im Kulturbusiness hauptberuflich nach und bestreiten damit ihren Lebensunterhalt.

Über die prekären Verhältnisse in der freien Kulturszene ist schon viel geschrieben und diskutiert worden. Umso wichtiger, dass die Thematik auch außerhalb der Kulturkreise wahrgenommen wird, dass auch Ideen und Ansätze entwickelt und vor allem auch umgesetzt werden.

Die Kampagne „Fair Pay für Kulturarbeit“, initiiert von der Ländervertretung der IG Kultur Österreich, ist ein großartiger Schritt in diese Richtung und schafft für Kulturinitiativen ein Fundament auf das man mit den bereitgestellten Mitteln aufbauen kann.

FAIR PAY & THEATER SOMMER KLAGENFURT

Der gemeinnützige Kulturverein THEATER SOMMER KLAGENFURT, den mein Kollege Wilhelm Prainsack und ich im Jahr 2009 gegründet haben hat sich der Kampagne angeschlossen und sich folgenden Absatz auf die Brust bzw. Website geheftet:

Der THEATER SOMMER KLAGENFURT sieht Kulturarbeit als wirkliche Arbeit und macht es sich daher zur Prämisse, für alle Mitarbeiter optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen und auch eine Bezahlung zu garantieren, über welche der Wert und die Notwendigkeit freier, autonomer Kulturarbeit sichtbar gemacht werden kann. Der THEATER SOMMER KLAGENFURT unterstützt daher auch die Initiative „Fair Pay für Kulturarbeit“.

Man muss vielleicht dazusagen – bereits die Gründung des Kulturvereins setzte für uns voraus, dass wir unser Ensemble gemäß den gesetzlichen Erfordernissen anstellen und für faire Bezahlung garantieren werden. Hatten wir doch beide bereits öfters unter prekären, ja eigentlich illegalen Verhältnissen gearbeitet. Somit wurden unsere Grundsätze und Gedanken mit der „Fair Pay“-Kampagne in Worte gefasst.

Allerdings wussten wir, dass löbliche Vorsätze und ein gelber Button auf unserer Website niemanden wirklich viel bringen. So zerbrachen wir uns die Köpfe darüber wie wir die Grundlagen und Ansätze von „Fair Pay“ wirklich nutzen können.

Ein Angestelltenverhältnis mit einem halbwegs adäquaten Bruttogehalt kostet dem Arbeitgeber eine schöne Stange Geld. Andererseits garantiert es den ArbeitnehmerInnen neben sozialer Absicherung und Sonderzahlungen vor allem auch eine Wertschätzung für die erbrachte Leistung. Genau hier setzten wir an und boten unseren Sponsoren durch ein „Fair Pay“-Paket die Möglichkeit zu zeigen, dass sie Kulturarbeit als richtige Arbeit wahrnehmen und auch schätzen – durch die Übernahme der Lohnnebenkosten. (Die übrigens so hoch sind, dass die gesamte Förderung, die wir vom Land Kärnten bekommen, dafür draufgeht. Aber das ist eine andere Geschichte.)

DIE PATEN

Als Gegenwert für das finanzielle Engagement fungierten die Firmen als „Paten“ für unsere SchauspielerInnen. Sowohl im Programmheft als auch auf unserer Homepage gab es Platz für persönliche Statements:

„Das Spiel auf der Bühne wirkt locker und leicht. Doch dahinter stecken harte Arbeit und eine fundierte Ausbildung. Deshalb unterstützen wir die Aktion Fair Pay für Kulturarbeit!“ Und weiter „Die Firma XY sieht Kulturarbeit als ‚wirkliche’ Arbeit und übernimmt die Lohnnebenkosten für ____. Kultur muss sich bezahlt machen!“ Ach ja, ihr jeweiliges Firmenlogo und das „Fair Pay“-Logo waren natürlich auch dabei.

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So haben wir es tatsächlich mit wenigen simplen Mitteln geschafft, für die soziale Absicherung unseres Ensembles zu sorgen und das Thema ein wenig in den Fokus zu rücken. Unsere Partnerfirmen hatten die Möglichkeit einen Kulturbetrieb wirklich sinnvoll und öffentlichkeitswirksam zu unterstützen, ihrem Engagement im wahrsten Sinne des Wortes ein „Gesicht“ zu geben. Darüberhinaus bindet ein persönliches Engagement viel mehr als das x-te Logo auf einem Plakat, weshalb unsere Partner die Aktion auch im nächsten Jahr wieder unterstützen werden. Herzlichen Dank an dieser Stelle an: Kärntner Landesversicherung, City Arkaden Klagenfurt, Kärntner Buchführung & Kärntnermilch!

EINFACHE IDEE – GROSSE WIRKUNG

Anhand des Beispiels ist zu sehen, dass man mit neuartigen aber leicht umsetzbaren Ideen recht viel bewegen kann. Dabei geht es um wesentlich mehr als um ein paar gesponserte Tausender. Wir haben mit vielen Leuten – egal ob FirmenchefIn oder unser Publikum – persönlich über die Lage der KulturarbeiterInnen sprechen können, da wir dem Thema wieder eine Bühne gegeben haben. Eine Bühne auf der das Spiel doch immer so souverän und professionell wirkt…

Dieser Text ist auch in der Ausgabe 1/2015 der Zeitschrift „GIFT“ erschienen. Abo-Bestellung und Informationen unter www.freietheater.at.

Wir würden uns übrigens sehr über Nachahmer und noch mehr über weitere innovative Ideen freuen!

Robert Saringer

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Was tut sich so beim TSK?!?

Liebe Freunde,

das Jahr neigt sich dem Ende zu und während in Kärnten schon der erste Schnee gefallen ist arbeiten wir bereits am Programm für den kommenden Sommer und unserem ersten großen Jubiläum:

 

FÜNF JAHRE THEATER SOMMER KLAGENFURT!

 

Das Programm steht (mehr oder weniger), doch jährlich grüßt das Murmeltier

Da wir uns für kommendes Jahr natürlich etwas gaaaanz wunderbar außergewöhnliches (wieder einmal;) einfallen haben lassen, hoffen wir abermals auf die Unterstützung von Stadt und Land, damit unsere ehrgeizigen Produktionen kommenden Sommer wieder das Stadthaus – ach was! – die ganze Klagenfurter Innenstadt rocken können!!!

Während zwei grandiose Autoren ihre Tastaturen malträtieren um unsere beiden Stücke (Ein Abend- und ein Familienstück) „völlig aus der Fassung“ zu bringen versuchen Robert und Wilhelm das nötige Kleingeld aufzutreiben und spannende Kooperationen an Land zu ziehen. In Zeiten immer knapper werdenden Ressourcen eine – äh, schön forumiliert – herausfordernde Aufgabe…;)

Zeit, um zusammenzufassen, was in den letzten Monaten alles rund um den THEATER SOMMER KLAGENFURT so passiert ist:

Wellen schlägt nach wie vor unser erfolgreiche Crowdfunding Kampagne und das Konzept dahinter. So wurde der THEATER SOMMER KLAGENFURT eingeladen, im Rahmen von „Innovation im Kulturbetrieb“ (Kulturmanagement Forum Wien) eine Stunde lang zu referieren.

 

© Antonia Repec | Institut für Kulturkonzepte

© Antonia Repec | Institut für Kulturkonzepte

 

Wolfgang Gumpelmaier hat Wilhelm und Robert in seinem wöchentlichen Crowdfunding-Interview auf ununi.tv vor die Kamera gebeten.

 

 

Das Gastspiel von unserem „Rössl“ in Wiener Neustadt war ebenso ein großer Erfolg und wir wurden eingeladen auch nächsten Sommer mit einer weiteren Produktion des THEATER SOMMER KLAGENFURT den historischen Hauptplatz in Neustadt zu bespielen – darüber freuen wir uns natürlich und sind auch schon an den Vorbereitungen dran!

Unsere Kooperation mit der Uni Wien wird fortgesetzt. Diesmal beschäftigt sich eine Gruppe von Studenten der Kommunikationswissenschaften mit dem PR-Konzept des THEATER SOMMER KLAGENFURT. Wir sind gespannt, was uns am Semesterende präsentiert wird!

Neben den Vorbereitungsarbeiten für unser Jubiläumsjahr unterstütze Robert in den letzten Wochen als Projektleiter das NEW DESIGN FESTIVAL 2013 der NDU in St. Pölten während Wilhelm derzeit in Wien in fünf Theaterstücken sowohl für Kinder als auch Erwachsene spielt.

Wie Sie sehen arbeiten wir hart und mit ungebrochener Freude und Leidenschaft an einem weiteren erfolgreichen Theatersommer in Klagenfurt! Die nächsten Wochen werden also spannend und richtungsweisend. Wir freuen uns drauf!!!

Liebe Grüße,

Wilhelm & Robert

Robert & Willi

Achja, da war noch was – wir haben nämlich in unserem wunderschönen Co-Working-Space (wie man jetzt so sagt) zwei Arbeitsplätze frei. Wer also in Wien 1070 (also in bester Lage) einen Schreibtisch zum Werkeln, Denken, Basteln, usw. braucht, meldet sich am besten bei uns!

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Crowdfunding – Kennzahlen einer erfolgreichen Finanzierung

Nachdem wir uns im vergangenen Sommer erstmals an die sogenannte „Schwarmfinanzierung“, in der Fachsprache als „Crowdfunding“ bekannt, gewagt haben, möchten wir unsere Erfahrungen mit euch teilen sowie Kennzahlen veröffentlichen. Über unser Projekt berichteten wir schon ausführlich in einem Blog.

Wie funktioniert Crowdfunding?

Wie die deutsche Übesetzung „Schwarmfinanzierung“ schon sagt, wird ein Projekt durch die finanzielle Beteiligung vieler Personen (Kleinsponsoren bzw. Supporter) realisiert. Als Gegenleistung bietet man den Financiers besondere Produkte bzw. Beteiligungen am Projekt. Wie genau Crowdfunding funktioniert lest ihr am besten hier nach.

Wir entschieden uns, unser Finanzierungsprojekt auf der Crowdfunding-Plattform „Startnext“ zu starten. Startnext ist die größte und erfolgreichste dieser Plattformen im deutschsprachigen Raum. Zum damaligen Zeitpunkt waren aus 72 Einreichungen aus Österreich 30 erfolgreich. Vor unserem erfolgreich finanzierten Projekt „KANNIBALE & DIEBE“ wurde leider kein aus Kärnten zur Finanzierung freigeschaltetes Projekt finanziert. Für die Kärntner Theaterszene bedeutete die Teilfinanzierung durch Crowdfunding ein Novum und wir bereiteten unser Vorhaben gut vor um unser Projekt erfolgreich „über die Bühne zu bringen“!

Ausgangssituation

Wir entschieden uns dazu, mit der Herstellung von Kostümen einen reellen, nachvollziehbaren Teil unserer Produktionskosten durch Crowdfunding zu finanzieren. Die Überlegung war, dass alle an der Finanzierung beteiligten Personen – die sogenannten Supporter – die Produkte ihres finanziellen Zutuns auch sehen können und durch den Erwerb exklusiver Goodies einen Mehrwert erstehen! Natürlich war uns klar, dass ein solches Finanzierungskonzept in Österreich bzw. in Kärnten noch nicht sehr etabliert  ist. Darum versuchten wir, überregional Menschen anzusprechen, bzw. emotional an unser Projekt zu binden. So soll etwa in einem möglichen Supporter aus dem hohen Norden, der vermutlich nie und nimmer für einen Theaterbesuch ins schöne Kärntnerland fahren würde dennoch Interesse daran geweckt werden, dass unsere Häuptlinge in einem feinen, standesgemäßen Zwirn im Rampenlicht stehen.  Und damit dieser Jemand auch bereit ist dieses Projekt finanziell zu unterstützen, haben wir versucht auch Goodies bereitzustellen mit denen genau dieser Jemand auch etwas von dem Engagement hat.

Finanzierungsziel

Als Finanzierungsziel definierten wir € 1.500,00. „KANNIBALE & DIEBE“ erreichte 111% (€ 1.666,00) und wurde somit überfinanziert. Darüber hinaus wurde über diese Aktion ein zusätzlicher Sponsor gewonnen.

Goodies bzw. „Dankeschön-Pakete“

GoodiesHerausforderung war, Supporter im gesamten deutschsprachigen Raum anzusprechen. Dafür wurden sechs von neun Goodies nicht an einen Theaterbesuch gebunden. Darunter unter anderen die „Lasst euch einkochen“-Videobotschaft. Die restlichen drei Goodies waren Theaterpakete, die auf dem normalen Markt nicht zu erstehen waren – wie etwa der All-Inclusiv Theaterbesuch für zwei Personen – die klar an die Zielgruppe möglicher Besucher gerichtet waren!

Marketing

Neben der Verbreitung über unsere Homepage nutzten wir all unsere Social-Media Kanäle (Facebook, WordPress, Twitter, unseren Youtube-Channel) sowie klassische Printmedien. Die „Kleine Zeitung“ berichtete über „KANNIBALE & DIEBE“ auf einer Doppelseite. Auch Mundpropaganda im Verwandten- und Bekanntenkreis spielte eine nicht unwesentliche Rolle.

Kleine Zeitung_Startnext

Kennzahlen

39 Supporter unterstützen insgesamt 52 mal „Kannibale und Diebe“ mit € 1.666,00

32 Supporter aus Österreich, vier aus Deutschland, je einer aus den USA, Belgien und Kasachstan

Unter den 52 Unterstützungen waren sieben „freie“ (der Supporter wählte kein Paket und somit keine Gegenleistung). Diese sieben Supporter förderten „Kannibale & Diebe“ mit € 493,00.

Unsere Erfahrungen mit der Crowdfunding-Finanzierung

Da die Finanzierung erfolgreich war und wir sehr gutes Feedback über unser Auftreten und die Marketingmaßnahmen bekommen haben, sind unsere Erfahrungen sehr positiv. Wir können unsere Supporter in folgende Gruppen einteilen: (erweiterte) Teammitglieder, Verwandte, Bekannte bzw. Freunde, Stammpublikum sowie uns unbekannte Unterstützer. Überrascht waren wir vor allem an der finanziellen Beteiligung aus unseren Familien- und  Freundeskreisen: da unsere  Angehörigen und Freunde wissen, wie hart wir als Kulturschaffende zu arbeiten haben und es buchhaltungstechnisch quasi unmöglich ist, mal von der Oma einen Hunderter für das Sommertheater in die Finanzierung mitaufzunehmen, war Crowdfunding offenbar für viele Verwandte, Freunde und Bekannte eine tolle Gelegenheit, uns auf professioneller Ebene als Kultureinrichtung zu unterstützen und dafür auch einen Mehrwert zu erhalten. Auch einige (Stamm-)Besucher, die wir aufgrund des jährlichen Theaterbesuchs bei uns inzwischen persönlich kennen, haben ein Paket ergattert.Diagramm_Zielgruppen_kl

Finanziell_Zielgruppen_klAuch ein Unternehmen, mit dem wir alljährlich in Sponsorenverhandlungen waren aber jedoch leider nie eine Kooperation zustande kam, sprang durch die mediale Aufmerksamkeit als Partner auf den Zug auf. Dieses Unternehmen hat den Deal jedoch nicht über Startnext abgewickelt, da es in einem großen Unternehmen für die Buchhaltung offenbar kompliziert ist Sponsoringzuweisungen über einen Treuhänder abzuwickeln.

Tabelle der finanziellen Beteiligung der Zielgruppen in Miteinberechnung des durch die Crowdfunding Kampagne gewonnenen Sponsor (Extern – gelb) in Prozent:

mit Sponsor

Obwohl unsere Erwartungen übertroffen wurden darf man nicht vergessen, dass ein ausgeklügeltes und gut überlegtes Konzept essentiell für ein erfolgreiches Projekt ist und damit verbunden sehr viel Arbeit investiert werden muss!

Unsere Erfahrungen mit Startnext

Startnext hat sehr professionell gearbeitet und war auch telefonisch für Fragen erreichbar. Die Plattform Startnext wird betrieben von der Startnext Crowdfunding gUG. Seit Mai 2011 ist Startnext gemeinnützig, provisionsfrei und finanziert sich durch Spenden, den Verkauf diverser Premium Services und Features sowie durch Workshops und Vorträge, in denen Wissen rund ums Crowdfunding vermittelt wird.

Supporter können ihre Lieblingsprojekte direkt über ihr Online-Konto per Sofortüberweisung, via Vorkasse oder über  Paypal (Bei dieser Bezahlvariante fallen allerdings Transaktionskosten an, die dem Starter bei erfolgreicher Finanzierung abgezogen werden) finanziell unterstützen bzw. sich in diese einkaufen. Startnext stellt den Supportern frei, einen frei wählbaren Betrag der Crowdfunding Plattform zu spenden.

Von einigen Supportern wissen wir, dass es Skrupel gibt direkt über eine fremde Homepage auf ihr Online Konto zuzugreifen. In diesen Fällen wurden wir oft vor allem über unsere offizielle Facebook Seite kontaktiert und boten Hilfestellung oder konnten Vorbehalte entkräften (bei den Wiener Linien zum Beispiel funkt es genau so). Alternativ zu einer Online-Überweisung können Supporter sich die Kontodaten von Startnext mailen lassen und dann eine Überweisung durchführen – zu bedenken dabei ist allerdings, dass so eine Überweisung von einem österreichischen Konto aus bis zu sieben Werktage dauern kann und vielleicht nicht bis zur Deadline am Konto von Startnext gutgeschrieben wird. Überrascht hat uns, dass die Übergangsphasen zwischen Onlinestellen des Projektes, der Startphase sowie der Finanzierungsphase doch länger als erwartet (jeweils einige Werktage) gedauert haben. Andererseits werden natürlich alle Projekte sowie Starter durch Startnext auf Seriosität überprüft, was gut und wichtig ist. Für unser nächstes Projekt werden wir diese „Leerzeiten“ miteinberechnen. Insgesamt waren unsere Erfahrungen mit Startnext ausschliesslich positiv.

Gruß an die Crowd

Wir hoffen, Interessierten mit unseren Erfahrungen weitergeholfen zu haben. Allen Startern wünschen wir viel Erfolg bei der Realisierung ihrer Projekte!

Die Konzeption des Projektes „KANNIBALE & DIEBE“ erstellten Robert Saringer und ich. Einfliessen lassen konnten wir viele Erkenntnisse bzw. Erfahrungen von Christian Henner-Fehr, der uns beide im Rahmen des Kulturmanagement Studiums mit seinem beeindruckenden Fachwissen sehr weitergeholfen hat.

Ergänzend zu unseren Erfahrungen möchten wir allen Interessenten noch diese Einführung in Crowdfunding von Wolfgang Gumpelmaier – präsentiert im Zuge des stARTcamp Wien 2013 – ans Herz legen.

Bei all unseren Supportern und Fans auf Startnext wollen wir uns auf diesem Weg noch einmal herzlich bedanken!!!

Nachdem wir ja wissen was der THEATER SOMMER KLAGENFURT 2014 bringt, möchten auch wir wieder im Schwarm aktiv werden und hoffen abermals auf eine erfolgreiche Finanzierung durch die Crowd!

Bis dahin alles Liebe,

Wilhelm Prainsack

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Klagenfurt bringt Neustadt völlig aus der Fassung

Nach Gastspielen der Kinderproduktionen des THEATER SOMMER KLAGENFURT in Stockerau stand Ende August das erste „große“ Auswärtsspiel an: die Erfolgsproduktion „Im weißen Rössl – keine Operette, doch völlig aus der Fassung“ wurde in dem Wien aufgeführt, in dem die Oberkellner freundlich sind! Für zwei Vorstellungen wurde der Gastgarten der Gaststätte zum Weißen Rössel am Hauptplatz von Wiener Neustadt – der Allzeit Getreuen, zur Theaterbühne.

Wilhelm Prainsack (Piccolo, Professor, Sigismund Sülzheimer), Eva Reinold (Josepha), Elli Colditz (Resi, Ottilie, Französin, Klara Heinzelmännchen), Jörg Reifmesser (Leopold), Silke Staubmann (Regieassistentin) und Christian Strasser (Kracher, Dr. Siedler, Giesecke)

von links: Wilhelm Prainsack (Piccolo, Professor, Sigismund Sülzheimer), Eva Reinold (Josepha), Elli Colditz (Resi, Ottilie, Französin, Klara Heinzelmännchen), Jörg Reifmesser (Leopold), Silke Staubmann (Regieassistentin) und Christian Strasser (Kracher, Dr. Siedler, Giesecke)

Für die Wiederaufnahme musste nach einem Jahr Pause und Umbesetzungen natürlich erinnert und probiert werden. Das Kulturamt der Stadt Wiener Neustadt war so freundlich uns für die Proben die Bühne des altehrwürdigen Stadttheater zur Verfügung zu stellen. Detail am Rande: Bevor das Theater ein Tempel für theatrale Unterhaltung wurde, war es eine Kirche! Und für die besonders Wissbegierigen: es war eines der ersten Gebäude, die nach dem zweiten Weltkrieg in Neustadt wiederaufgebaut wurde!

Jörg und Eva beim Erinnern auf der Bühne im Stadttheater Wiener Neustadt

Jörg und Eva beim Erinnern auf der Bühne im Stadttheater Wiener Neustadt

Nach drei Tagen intensiver Probenarbeit stand auch schon die Open-Air Bühne für 230 Besucher samt Licht- & Tonanlage am Hauptplatz. Nach der Generalprobe schob unser Schweizer Lichttechniker eine Nachtschicht für das Programmieren des Lichtes ein, und schon war Premiere angesagt! Es wurde ein denkwürdiger Abend: während der SC Wiener Neustadt  Grödig auswärts 6:3 vom Platz putzt rockt der THEATER SOMMER KLAGENFURT Neustadt!

Bühne & Tribüne in Wiener Neustadt

Bühne & Tribüne in Wiener Neustadt

Die Vorstellungen haben natürlich anständig „gerösselt“ und es machte allen Beteiligten wirklich großen Spass. Das Publikum goutierte die Performance mit vielen Lachern, Szenenapplausen und stehenden Ovationen! So soll es sein!!!

Unser besonderer Dank gilt natürlich unserem gewohnt spielfreudigen Ensemble sowie dem gesamten Team hinter der Bühne, unserem großartigen Neustädter Publikum, der Stadt Wiener Neustadt für die Einladung und die Unterstützung, Mag. Michael Wilczek für tolle Organisation und natürlich dem „echten“ Personal des „echten“ Weißen Rössel in Neustadt!

Wir kommen sehr gerne wieder!!!

Anbei noch einige Eindrücke von den Vorstellungen, fotografiert und freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Wilczek!

Leopold lässt nicht locker! "Die Blumen hab ich selbst gepflückt, als ich den Wiener Neustädter Kanal entlang spaziert bin"

Leopold lässt nicht locker! „Die Blumen hab ich selbst gepflückt, als ich den Wiener Neustädter Kanal entlang spaziert bin“

"Ja wenn die Vogerln halt so herrlich zwitschern"

„Ja wenn die Vogerln halt so herrlich zwitschern“

"Ganz normalen Kaffe hamma net. Wir haben Melange, Verlängerter, Mocca, Espresso, kleiner Brauner, großer Brauner, Latte Macciato mit Milchschaum, ohne Milchschaum, mit Zucker oder Sacharin, oder ganz ohne, hellen, dunklen, mit Schlagobers oder einen einfachen Schwarzen, auch den in klein, mittel oder groß. Hier im Gastgarten aber auch auf Wunsch im Kännchen." Ottilie "Was würden Sie denn nehmen?" Leopold: "Ein Obi G´spritzt!"

„Ganz normalen Kaffe hamma net. Wir haben Melange, Verlängerter, Mocca, Espresso, kleiner Brauner, großer Brauner, Latte Macciato mit Milchschaum, ohne Milchschaum, mit Zucker oder Sacharin, oder ganz ohne, hellen, dunklen, mit Schlagobers oder einen einfachen Schwarzen, auch den in klein, mittel oder groß. Hier im Gastgarten aber auch auf Wunsch im Kännchen.“ Ottilie: „Was würden Sie denn nehmen?“ Leopold: „Ein Obi G´spritzt!“

Leopold: "Bittschen, der Herr hat gesagt, er ist ein Doktor!" Sigismund: "Wer, ich? Gut, na dann - mach ma was!"

Leopold: „Bittschen, der Herr hat gesagt, er ist ein Doktor!“ Sigismund: „Wer, ich? Gut, na dann – mach ma was!“

Ottilie: "Du musst ja nur die vorschriftsmässigen Worte sagen." Siedler: "Vorschrift? Welche Vorschfrift?" Ottilie: "Dass Du mich heiraten willst…"

Ottilie: „Du musst ja nur die vorschriftsmässigen Worte sagen.“ Siedler: „Vorschrift? Welche Vorschfrift?“ Ottilie: „Dass Du mich heiraten willst…“

"Scheiße, wer ist das????"

„Scheiße, wer ist das????“

Klara: "Ich sags in klaren Worten: ER GEHÖRT ZU MIR!" Josepha: "Sprich doch nicht in Schlagertitel!"

Klara: „Ich sags in klaren Worten: ER GEHÖRT ZU MIR!“ Josepha: „Sprich doch nicht in Schlagertitel!“

"Herr Leopold, sie sollten a bissl lustig sein!" Leopold: "Mir gehts halt nicht gut, und gehts an nicht gut, dann kann man nicht gut lustig sein." Piccolo: "Wissens was, was wir zwei jetzt machen? Haltzt werden wir uns gediegen einen runterplatteln, dann schaut die Welt schon wieder ganz anders aus!"

„Herr Leopold, sie sollten a bissl lustig sein!“ Leopold: „Mir gehts halt nicht gut, und gehts einem nicht gut, dann kann man nicht gut lustig sein.“ Piccolo: „Wissens was, was wir zwei jetzt machen? Jetzt werden wir uns gediegen einen runterplatteln, dann schaut die Welt schon wieder ganz anders aus!“

"Ick liebe Dir auch, und drum heirate ick Dich noch lang nicht!"

„Ick liebe Dir auch, und drum heirate ick Dich noch lang nicht!“

"Du hast viele Frauen. Ich habe viele Männer - und Frauen. Wir sein ein Team Fantastic!" Sigismund: "Na dann, sollten wir keine Zeit verlieren!"

„Du hast viele Frauen. Ich habe viele Männer und Frauen. Wir sein ein Team Fantastic!“ Sigismund: „Na dann, sollten wir keine Zeit verlieren!“

Ottilie: "Er ist tot. Wie romantisch!"

Ottilie: „Er ist tot. Wie romantisch!“

Stehende Ovationen & Applaus, Applaus, Applaus!!!

Stehende Ovationen & Applaus, Applaus, Applaus!!!

All diese positiven Eindrücke und Erfahrungen nehmen wir jetzt mit in die Planungen für unser großes Fünf-Jahres THEATER SOMMER KLAGENFURT Jubiläum. Soviel steht fest: wir streben wieder das Prädikat SAUGEIL an!

Alles Liebe & bis bald,

Wilhelm & Robert

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Crowdfunding – Werdet Teil von „KANNIBALE & DIEBE“

Wer von Euch hat schon jemals etwas von Schwarmfinanzierung gehört? Ähm, ja. Versuchen wir es so: Crowdfunding? Ah richtig, Crowdfunding. Hat man schon mal gelesen. Doch was ist Crowdfunding tatsächlich? Was kann es ermöglichen?

Menschen wie ihr und wir können sich an (Kultur)Projekten verschiedenster Natur beteiligen bzw. diese vorfinanzieren. So wurden schon ganze Filme, Theaterproduktionen, Lokale oder auch Firmen finanziert. Als Gegenleistungen lassen sich die Produzenten Leistungen einfallen, die am normalen Markt nicht zu erstehen sind.

THEATER SOMMER KLAGENFURT goes Crowdfunding

Claudia Pötzsch und Julia Kuschar sind zwei engagierte Schülerinnen der „WIMO“ , also der Höheren Lehranstalt für Wirtschaft und Mode in Klagenfurt und werden als ihr Maturaprojekt die Kostüme für die beiden Häuptlinge der Theaterproduktion „KANNIBALE & DIEBE – Eine bissige Sommerkomödie“ entwerfen und nähen.

Bislang mussten wir ob des ohnehin angespannten Budgets bei den Kostümen immer sparen. Einerseits kamen uns da Stücke wie „Der Geizige“ sehr entgegen für das alle Kostüme bei der Caritas angekauft wurden, andererseits stiftete uns das Kärntner Modelabel „Pleamle“ im Rahmen einer Werbekooperation pro Produktion Outfits für jeweils zwei Darsteller („Im Weißen Rössl am Wörthersee„). Da wir uns für „KANNIBALE & DIEBE“ etwas ganz Besonderes überlegt haben, werden wir heuer wohl kaum bei der Caritas oder „Pleamle“ fündig werden…

Kooperation mit WI’MO Klagenfurt

Dipl.-Päd. Edith Posch, Claudia Pötzsch, Wilhelm Prainsack, Christina Tischler, Julia Kuschar

Dipl.-Päd. Edith Posch, Claudia Pötzsch, Wilhelm Prainsack, Christina Tischler, Julia Kuschar

Die Kooperation mit der „WIMO“ bietet sich perfekt an und ist für alle beteiligten ein Gewinn. Zum einen können sich Claudia und Julia mit ihren Kostümen vor einem großen Publikum präsentieren und finden mediale Aufmerksamkeit für Ihre Arbeit, andererseits bedeutet es für den THEATER SOMMER KLAGENFURT erstmals maßgeschneiderte Outfits, die zudem relativ kostengünstig hergestellt werden könnten. Allerdings wollen wir Claudia und Julia auch finanziell für Ihre Arbeit danken – und so kommt die Crowdfunding-Plattform Startnext ins Spiel.

Exklusive Dankespakete für euch!!!

Ihr, werte Leser und Freunde des THEATER SOMMER KLAGENFURT könnt euch direkt an dieser Kooperation beteiligen, die Herstellung der Kostüme mitfinanzieren, die Jungdesignerinnen unterstützen und bekommt dafür besondere und exklusive Goodies, die man ausschliesslich über Startnext erwerben kann! Beipielsweise bekommt man

  • für 5 Euro ein lustiges Dankesvideo vom gesamten Ensemble,
  • für 15 Euro steht euer Name im Programmheft,
  • für 29 Euro gibts eine DVD vom Stück (wird im Handeln NICHT vertrieben),
  • für 59 Euro ein tolles All-Inclusive-Package,
  • für 99 Euro ein geiles Überraschungspaket und vieles mehr – aber schaut am besten selbst!!!

Startnext - der Häuptlinge neue Kleider

Für die Kärntner Theaterszene bedeutet Crowdfunding übrigens ein Novum. Bislang wurden im deutschsprachigen Raum 1711 Projekte über Startnext gestartet, 708 davon wurden finanziert. Aus 72 Einreichungen aus Österreich waren 30 erfolgreich. Erfolgreich finanziert bedeutet, dass die für die Realisierung des Projektes veranschlagte Summe erreicht bzw. übertroffen wird. Wir benötigen € 1.500,00. Sollte diese Summe nicht erreicht werden, erhält ihr euer Geld, das währenddessen von einem Treuhänder verwaltet wird, postwendend zurück. Wir sind jedoch guter Dinge, dass wir mit eurer Hilfe das Crowdfunding auch in Kärnten erfolgreich etablieren können!

Auf alle Fälle sind wir sehr gespannt und freuen uns über diese besondere Kooperation mit der „WIMO“ und auch darauf, mit eurem Engagement auf Startnext Julia und Claudia für ihre Mühe belohnen zu dürfen!

Herzlichst,

Wilhelm Prainsack & Robert Saringer

PS: Sollte das Projekt überfinanziert werden, so kommt jeder Cent dem „Bittwoch“ zugute!!!

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IHR SEID SCHULD!!! Oder: wie seriös sind Web-Analysen?

Richtig, genau IHR, liebe Leser! Und zwar daran, dass der THEATER SOMMER KLAGENFURT beim Social-Media-Ranking von „web2watch“ unter den „FLOP-5“ am dritten Stockerlplatz steht! Hmpf.

So, aber erstmal der Reihe nach…

Vor zwei Wochen erreichte uns ein Mail der Wiener Firma „web2watch – Gesellschaft für Marketing„, die laufend Marken aus 50 Branchen beobachtet und das Ergebnis im „Brand Monitor“ publiziert. Laut Website von web2watch „… sind zwei Millionen Personen in den Social Media aktiv, die jährlich mehr als sechs Millionen Meinungen, Empfehlungen und Erfahrungen zu Marken austauschen. Dazu kommen noch weit über 100 Millionen Beiträge zu Themen und Inhalten ohne Markennennung, die aber ebenso für Unternehmen relevant sind.“

w2w-logo-w200

Brand Monitor Kulturevents

Im Juni 2012 wurden die Ergebnisse vom Brand Monitor Kulturevents veröffentlicht. 81 Organisationen wie beispielsweise die Salzburger Festspiele, Wiener Festwochen, Donaufestival Krems und auch der THEATER SOMMER KLAGENFURT wurden web-technisch unter die Lupe genommen. Untersucht wurden laut Mail von GF Wolfgang Bachmayer „…Beiträge in den Social Media wie Facebook, Twitter, Youtube, Online-Foren, Blogs, Online-Portalen traditioneller Medien und User-Kommentare zu Presseartikel…“.

Jetzt freut uns einerseits sehr, dass unsere Aktivitäten im Web bemerkt werden, ja wir quasi schon zu den „großen“ gehören. Andererseits hat uns das Ergebnis etwas schockiert: PLATZ 3 in der Kategorie „FLOP STIMMUNG“!!! Na hallo? Geht’s euch noch gut, liebe Leser??? Ihr seid es nämlich, die für die schlechte Stimmung im Web verantwortlich sind! Die uns auf Facebook, Youtube und in diesem Blog mit negativen Kommentaren zuschaufeln und kein gutes Haar an uns lassen!!!

web2watch Brand-Monitor Flop 5

web2watch Brand-Monitor Flop 5

ABER HALT!

Bevor ich jetzt zum Rundumschlag aushole – da stimmt doch was nicht! Natürlich hab ich sogleich gegoogelt was die Tastatur hergibt und mir alles genaustens angesehen. Irgendwie war von schlechter Stimmung oder Bashing nicht viel zu lesen. Nirgends. Weder auf Facebook noch in Foren. Wie kommen wir also zu der Ehre, die Bronzene am Flop-Stockerl abzustauben? Wir haben nachgefragt…

„Unsere Erfahrungen haben oft gezeigt, dass sich User auf den Fanseiten der jeweiligen Veranstaltungen verstärkt positiv äußern. Wir vermuten, dass Sie auch in Ihrer Analyse überwiegend darauf geachtet haben. Diese Äußerungen sind aber nicht repräsentativ für die gesamte Onlinediskussion. In Ihrem Fall fanden über 400 Postings zum „Theater Sommer Klagenfurt“ Eingang in die Untersuchung. Diese wurden mit Hilfe unseres Analysetools ausgewertet und manuell überprüft. Beiträge auf Fanseite, Twitteraccount und Blog des Theater Sommer Klagenfurt machten dabei nur einen geringen Teil der untersuchten Kommentare aus bzw. waren noch gar nicht vorhanden.“ schreibt Mag. Alexander Böhm von web2watch.

 „Die von uns angebotene Studie wurde im Juni 2012 im Format publiziert und bezog sich auf die vergangenen 12 Monate, sprich von Juni 2011 bis Juni 2012. Der Großteil der Kommentare bezog sich dabei auf den Theater Sommer 2011. Die Kritik konzentrierte sich auf die dargebotenen Inszenierungen, aber auch dem schlechten Wetter, was ja per se nichts mit der Qualität der Veranstaltung zu tun hatte, aber von den Usern als negativer Begleitumstand gesehen werden kann.“

Über 400 Postings ohne Berücksichtigung von Facebook, Twitter & Co.? Na nicht schlecht. Es kam uns dann doch noch immer ein bisschen komisch vor, dass so viel  über den THEATER SOMMER KLAGENFURT geschrieben wird, ohne dass wir es mitbekommen?!? Gibt es irgendwo im Web ein gut verstecktes Bashing-Forum? Wird in den Kommentaren zu den hunderten Presseartikeln über uns so viel gelästert? Und vor allem: WO WAR 2011 DAS SCHLECHTE WETTER???

Wenn man die genaue Auswertung von der Analyse von web2watch bekommen möchte, sind 2.000 Euronen (exkl. Mwst.) fällig. Also haben wir ein wenig unsere Beziehungen spielen lassen und Expertenmeinungen eingeholt. Und siehe da, alles ganz anders…

Der Brand Monitor ist eine relativ grobe Erhebung der jeweiligen Branche. Da der Aufwand sehr groß ist, werden nicht alle Beugungen von Eigennamen oder Möglichkeiten der Bezeichnung zu einer Marke ausgeschöpft. Die Auswertung des Brand Monitors bezieht sich in unserem Falls also großteils auf die Keywords „Theater“ und „Klagenfurt“ – unabhängig voneinander. Da kann es schon passieren, dass der eine oder andere Artikel über Klagenfurt mal ein böses Kommentar abbekommt. Läuft ja grad nicht alles sooo toll in der Lindwurmstadt.

Wie seriös ist der „Brand Monitor“?

Jedenfalls wurden im Format (Ausgabe 24/12) und im Internet Daten publiziert, deren Herkunft in diesem Zusammenhang mehr als fragwürdig sind. Und dafür möchte man von uns 2.000 Euros abcashen. Das wirft natürlich auch wieder die alte Frage auf, wie sehr man solchen Angaben und Analysen vertrauen kann…

Wir freuen uns jedenfalls, dass Ihr, liebe Leser, es doch gut mit uns meint und die Stimmung im Web eigentlich ganz angenehm ist. Deshalb werden wir auch weiterhin posten, bloggen, twittern und hoffen, dass ihr fleißig lest und kommentiert (damit auch die Jungs und Mädels von web2watch nicht arbeitslos werden)! Und wir freuen uns, dass meine eingehende Beschuldigung komplett haltlos war und ich mich herzlichst hierfür entschuldigen muss!

Alles Beste,

Robert Saringer

Robert Saringer

Ein Kommentar

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Jahresmitte zu Sylvester – Ein Blick nach vorne & einer zurück

Liebe Leserschaft,

das Kalenderjahr neigt sich dem Ende zu und viele Menschen freuen sich auf neue Herausforderungen in einem glücklichen, gesunden neuen Jahr 2013. Auch wir freuen uns schon sehr auf das kommende Jahr – obwohl wir Theaterschaffende eher in Saisonen, also von Sommer zu Sommer denken – ähnlich wie die Kicker! So gesehen ist für uns Organisatoren jetzt Jahresmitte und Zeit, mal etwas zurück und nach vorne zu schauen:

Stadthaus Klagenfurt Stadthaus Klagenfurt

In den letzten drei Jahren haben wir viel erreicht. Besonders freut uns, dass sich der THEATER SOMMER KLAGENFURT so toll in Kärnten etablieren konnte und wir uns einen hervorragenden Ruf sowie damit verbunden ein Stammpublikum aufgebaut haben. Das lässt sich wohl darauf zurückführen, dass wir Theater produzieren, hinter dem wir zu hundert Prozent stehen und das wir auch selbst gerne anschaun; dass wir in der Auswahl der Stoffe und deren Bearbeitung nicht „zielgruppenorientiert“ handeln und so authentisch in unserer künstlerischen Arbeit bleiben; und natürlich, dass Kärnten – insbesondere Klagenfurt – sehr offen für intelligent bearbeitete, moderne und überraschende Inszenierungen ist!

Unserer Linie, alles völlig aus der Fassung zu bringen, mit einer gehörigen Portion Lokalkolorit sowie Frechheit zu würzen und unkonventionell mit professionellen Theaterschaffenden in den Innenhof vom Stadthaus Klagenfurt zu zaubern, bleiben wir natürlich weiterhin treu. Im Sommer 2013 werden wir uns kompromisslos Shakespeare und Nestroy annehmen und die beiden großartigen Dramatiker aufeinanderprallen lassen!  Wie das aussehen soll und was Sie sich kommenden Sommer von uns erwarten dürfen, erfahren Sie in den kommendem Wochen hier auf diesem Blog!

Der THEATER SOMMER KLAGENFURT 2013 – Shakespeare & Nestroy

Für diese literarischen Herausforderung konnten wir mit Isabella Feimer eine der spannendsten Dramatikerinnen der österreichischen Gegenwart gewinnen – vielen Literaturinteressierten ist sie als Nominierte für den Ingeborg Bachmann Preis 2012 bzw. als Preisträgerin des Literaturpreis 2012 der Akademie Graz in bester Erinnerung. Am 2. Jänner erscheint ihr Debütroman „Der afghanische Koch“ – zwei weitere werden in den folgenden beiden Jahren folgen. Im Mai wird mit „Pornoladen“ ihr neues Theaterstück im Wiener Kosmos Theater uraufgeführt. Für Klagenfurt bekam sie allerdings die Auflage, nix mit Porno zu schreiben… muss sie auch nicht, bringen doch Shakespeare und Nestroy genug an amourösem Stoff in ihren Werken mit!

Neben viel Bewährtem sowie einigen bekannten Gesichtern wird es aber auch tolle neue Mitarbeiter, neue aufregende Kooperationen und auch ein neues Raumkonzept geben.

Obwohl wir mit den Planungen sehr weit fortgeschritten sind und das Team (Isabella, unsere neue Produktionsassistentin Christina und wir beide) schon viel an Vorarbeit geleistet haben, wissen wir leider noch nicht ob und in welcher Höhe der THEATER SOMMER KLAGENFURT 2013 subventioniert wird. Die politische Lage sowohl in Klagenfurt als auch im Land Kärnten lässt derzeit keinen Budgetbeschluss zu; voraussichtlich wird mit der sogenannten Zwölftelregelung budgetiert, was eine langfristige Planung für viele Institutionen kaum möglich macht. Trotzdem – die Vorgespräche waren sehr gut und wir sind guter Dinge, dass wir auch 2013 Unterstützung durch unsere Subventionsgeber bekommen. Aber wie heisst es so schön: solang man nix genaues weiss, weiss man nix genaues nicht, und solang nix schriftlich ist, is nix fix…

In diesem Sinn, schauen wir was die Zukunft bring – wir werden auf jeden Fall unser Allerbestes dazu beitragen!

Wir wünschen Ihnen/Euch ein frohes Fest sowie einen guten Rutsch in ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2013!

Herzlichst,

Wilhelm Prainsack & Robert Saringer

Wilhelm Prainsack & Robert Saringer

Wilhelm Prainsack & Robert Saringer

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Die Kunst und die Korruption – lauter Verbrecher im Kulturbereich

Am 22. März 2012 hab ich hier meinen allerersten Blog geschrieben. Über ein mehr oder weniger kompliziertes Gesetz – ob es für uns relevant ist, konnte bis dato noch nicht ganz geklärt werden. Trotz der trockenen Materie war es irgendwie spannend, das Thema zu behandeln und auch Feedback zu erhalten. Deshalb möchte ich mich heute einer ähnlichen Thematik annehmen – dem ANTI-KORRUPTIONSGESETZ!

Ui, klingt wild! Doch was hat das mit uns braven und gesetzestreuen Kulturveranstaltern zu tun? Das trifft doch nur KGH und den Meischi, oder? Nein, sollte es in der aktuellen Form beschlossen werden, triffts auch uns…

Sponsoring und Korruptionsstrafrecht

Anfang Oktober durfte ich einem wirklich interessanten Vortrag von o.Univ.Prof. Dr. Wolfgang Brandstetter lauschen. Er ist Vorstand des Instituts für Europäisches und Österreichisches Wirtschaftsstrafrecht an der WU Wien und sprach bei einer Tagung für Kultursponsoring über Gesetzesänderungen, die gerade für uns Kulturveranstalter nicht unwichtig erscheinen.

Zum Thema Sponsoring und Korruptionsstrafrecht steht im § 307 ff StGB (öffentlicher Bereich):

(1) Wer einem Amtsträger oder Schiedsrichter für die pflichtwidrige Vornahme oder Unterlassung eines Amtsgeschäfts einen Vorteil für ihn oder einen Dritten anbietet, verspricht oder gewährt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen. Ebenso ist zu bestrafen, wer einem Sachverständigen (§ 304 Abs. 1) für die Erstattung eines unrichtigen Befundes oder Gutachtens einen Vorteil für ihn oder einen Dritten anbietet, verspricht oder gewährt.

Ich möchte jetzt auch niemanden mit faden Gesetzestexten langweilen – nur in der Praxis heißt das folgendes: der THEATER SOMMER KLAGENFURT feiert am 20. Juni 2013 die Premiere seines neuen Stücks. Dazu werden natürlich Freunde und Familie, Sponsoren, Unterstützer, Medien und auch öffentliche Amtsträger eingeladen. Diese Amtsträger (zB. Politiker) dürften aus so einer Einladung jodoch keinen Vorteil ziehen. Tun sie aber, da sie ja von uns eingeladen werden und sich unentgeltlich eine Theatervorstellung ansehen. Nach dem Anti-Korruptionsgesetz (neuer Entwurf) ist dies strafbar – sowohl für den Einlader als auch für den Eingeladenen.

Der Workaround

Jetzt gibt es offiziell zwei Wege, dieses schwerwiegende Verbrechen nicht zu begehen:

Erstens: man läd zwar sämtliche Besucher zur Premiere ein, bittet aber alle geladenen Vertreter der Politik zur Kasse; (Ausnahme: Politiker, die direkt mit der Veranstaltung zu tun haben, etwa aus dem zuständigen Kulturreferat).

Zweitens: man läd auch sämtlichte Politiker ein, muss ihnen aber klar machen, dass sie einen Betrag im Gegenwert einer Eintrittskarte einer karitativen Organisation zu spenden haben und den Beleg am Eintritt vorweisen müssen.

Beide Lösungen sind irgendwie nicht wirklich charmant. Gerade bei uns in Kärnten bewegt man sich politisch auf sehr dünnem Eis, das ist hinlänglich bekannt. Umso wichtiger ist es, eine ausgewogene Palette an politischem Coleur bei der Premiere vertreten zu haben. Das könnte aus genannten Gründen zukünftig sehr schwierig werden. Die Folgen sind weniger mediale Aufmerksamkeit und es könnte uns in Zukunft im allerschlimmsten Fall die Subventionen kosten.

Vergraulte Sponsoren

Im Jahre 2008 hatte Österreich eines der härtesten Anti-Korruptionsgesetze der EU. Damals wurde die sogenannte „politische Landschaftspflege“ generell unter Strafe gestellt – niemand durfte etwas annehmen. Schnell wurde unter den Kulturveranstaltern Kritik laut – der sogenannte „Anfütterungsparagraph“ müsse sofort ersatzlos gestrichen werden, weil durch die Kriminalisierung die für den Kulturbereich extrem wichtigen Sponsoren verschreckt werden könnten.  Derzeit liegt die Grenze für die Annahme von Geschenken (etwa Eintrittskarten) bei 100 Euro. Das könnte sich jetzt ganz schnell wieder ändern. Die neuen Gesetzesentwüfe für das Anti-Korruptionsgesetz liegen auf dem Schreibtisch von Ministerin Karl – wie bereits oben beschrieben darf man dann beschenken – jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen. Ein Balanceakt.

Es ist also nicht ganz einfach, Kultur zu machen. Wir warten mit Spannung auf den neuen Entwurf. Wie dann die Konsequenzen im Detail aussehen ist noch nicht klar. Klar ist allerdings, dass wir uns unsere kommende Premiere dadurch nicht vermiesen lassen und den THEATER SOMMER KLAGENFURT 2013 unter allen Umständen fulminant eröffnen werden!!!

Alles Liebe,

Robert Saringer

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Das Puff, die Bergwacht und das Weiße Rössl am Wörthersee

Liebe Freunde (und vor allem), liebe (Kultur)Veranstalter!

Wer von uns in der Veranstaltungsbranche kennt nicht das Problem, das mühsamst geplante und produzierte Event der großen Masse auch kundzutun? Facebook-Events hin, Twitter-Getzwitscher da – der Großteil (zumindest unserer) Besucher kommt, weil wir ihnen auf der Straße begegnen, sie teilweise förmlich anspringen. Nämlich in Form von Plakaten. Das gemeine Print-Plakat ist und bleibt für uns immer noch die wichtigste Form der Kundgebung. Plakate sind mittlerweile recht erschwinglich geworden, Plakatflächen jedoch nicht*.

Trotz der Unterstützung der Stadt Klagenfurt ist die sogenannte „Wildaffichierung“ ein Thema für uns. Einerseits aus Kosten- und Verbreitungsgründen, andererseits weil wir natürlich trotz unseres seriösen Kulturauftrages immer noch ein bissl die rebellischen Rock’n’Roller geblieben sind. Oh, wie sind wir wild!

Auf unserer extrem wilden Affichierungstour haben wir in Maria Wörth eine hübsche Werbung auf der Wand einer aufgelassenen Imbissbude entdeckt. Und wir dachten uns „das verflixte Zehnte Jahr passt doch wunderbar zu dem feschen Mädel auf dem anderen Plakat!“ – so haben wir unser „Weißes Rössl“ einfach dazugeschummelt.

Plakat Theater Sommer Klagenfurt La Cocotte

Die Damen und Herren von der Kärntner Bergwacht sahen das jedenfalls anders und offensichtlich nicht so gern. Deshalb hat uns einige Zeit später ein hübsches Brieflein erreicht, welches ich euch auch keinesfalls vorenthalten möchte:

Die Kärntner Bergwacht schaut also ganz genau! Zum Glück sehen sie diesmal von einer Anzeige ab – vielen Dank, liebe Bergwacht!!! Wir können nur im Moment eurer Aufforderung, das Plakat zu entfernen nicht nachkommen, da wir zur Zeit in unserem Produktionsbüro in Wien neue Schandtaten für den THEATER SOMMER KLAGENFURT 2013 aushecken – schließlich dürfen wir ja nicht mehr Wildaffichieren. Und irgendwie müssen wir ja unser unbändiges Rebellentum ausleben!

Ich denke, wir müssen uns auch demnächst auf eine Dienstreise ins „La Cocotte“ begeben um nachzuforschen, ob sie wohl auch einen Brief (oder gar einen Hausbesuch) der Kärntner Bergwacht bekommen haben. Also, OBACHT, liebe Kollegen!

Herzlichst,

Robert Saringer

* Wir möchten uns an dieser Stelle recht herzlich bei der Stadt Klagenfurt und der PSG bedanken, die uns Jahr für Jahr ihre kostbaren Plakatflächen zur Verfügung stellen!!!

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THEATER SOMMER KLAGENFURT – Die knallharte Abrechnung 2012

Sobald der letzte Applaus verhallt und der Kopf nach der Derniérenfeier wieder halbwegs klar ist, wird Bilanz gezogen – und zwar knallhart. Hat sich der ganze Aufwand auch gelohnt? Können alle ausstehenden Rechnungen bezahlt werden? Sind die Sponsoren und Kooperationspartner zufrieden? Wie war die Arbeit mit dem Team? Fragen über Fragen…

Aus künstlerischer Sicht hat es sich auf alle Fälle ausgezahlt, das war schon während der Spielzeit glasklar. Die Resonanzen vom Publikum waren großartig (ein Ehepaar aus Deutschland hat extra seinen Urlaub verlängert, um nach dem ersten auch den zweiten Teil sehen zu können) und durchwegs positiv und unser Plan mit Wiederaufnahme und Fortsetzung ist voll aufgegangen. Beide Stücke konnten zwar unabhängig von einander gesehen werden, jedoch haben sich sehr viele Zuseher nach dem einen Teil auch den anderen angesehen bzw. sind sehr viele Leute wiedergekommen, die letztes Jahr den ersten Teil gesehen haben.

Beim Thema Sponsoring sind wir heuer nochmals einen Schritt weiter gegangen. Letztes Jahr ließen wir unseren Gastgarten von „Schleppe“ ausstatten und von „LUSTgarten“ begrünen – heuer kam zusätzlich noch die Integration von „Kärntnermilch“ und „Skiline“ hinzu. Mit beiden Firmen konnten wir spannende und tolle Konzepte entwickeln, die über das konventionelle Sponsoring hinausgingen. Die Marke „Kärntnermilch“ wurde durch einen Radiospot charmant ins Stück integriert. Zusätzlich wurden an unsere Theaterbar ganz neue und eigens für den THEATER SOMMER KLAGENFURT kreierte Sommerdrinks („Eiskalte Josepha“, „Leopold’s“ und „Schlanker Schorschi“) angeboten. Mit „Skiline“ war die Integration schon etwas verzwickter. Denn – wie kann man das Thema Schifahren in ein Sommertheater einbauen, sodass es nicht aufgesetzt oder plump wirkt? Durch die „Höhenmeter“ haben wir schließlich einen gemeinsamen Nenner gefunden, der im Stück und im Programmheft konsequent ausgearbeitet wurde. Als besonderes Gimmick bekamen die Gäste einen „Rössl-Skipass“ samt Lenyard anstatt der konventionellen Eintrittskarte ausgehändigt, was auch zu sehr positiven Resonanzen geführt hat. Insgesamt also „a runde G’schicht“! An dieser Stelle möchten wir allen Sponsoren nochmals für ihre künstlerische Offenheit und ihr Vertrauen in uns danken!

Das einzige nicht kalkulierbare Risiko und der absolute „Freund“ eines jeden Freiluftveranstalters ist und bleibt das Wetter. Mit diesem hatten wir heuer leider nicht so viel Glück wie gewohnt und mussten daher insgesamt drei Mal in die Alpe Adria Galerie ausweichen bzw. eine Vorstellung abbrechen und auf einen Ersatztermin verschieben. Doch auch die Indoorlösung war charmant und wir konnten unseren Zusehern die teuerste Ausstattung präsentieren, die wir jemals hatten – nämlich über 40 Bilder des Kärntner Künstlers Hans Bischoffshausen!

Und hat sich der Aufwand jetzt also gelohnt, oder was?!?

Jaaa, eh!!! Wir konnten trotz des wechselhaften Wetters die Zahlen wieder steigern und so haben insgesamt rund 2.100 Besucher unsere beiden „Rössl“-Vorstellungen gesehen. Durch die intensive Arbeit konnte auch das Sponsoring-Aufkommen erhöht werden, die Subventionen von Stadt und Land sind ca. gleich geblieben wie im Vorjahr. Wir können also auch unsere Rechnungen bezahlen…

Die für uns im Moment wichtigste Frage ist: wird es einen THEATER SOMMER KLAGENFURT 2013 geben? Definitiv: JA!!! Unsere Köpfe rauchen schon, wir spinnen bereites wieder die verrücktesten Pläne, wie wie euch im nächsten Jahr wieder völlig aus der Fassung bringen können! Denn – nach dem Theatersommer ist vor dem Theatersommer…

Ein riesengroßes Dankeschön gilt nochmals unserem herausragendem Team: Kathleen Bauer, Astrid Herbich, Norbert Holoubek, Simon Jappel, Martin Kreienbühl, Stefan Kreienbühl, Daniel Ogris, Claudia Petz, Bettina Reifmesser, Jörg Reifmesser, Eva Reinold, Silke Staubmann und Christina Tischler!

Ein Danke auch an alle vom Stadthaus Klagenfurt, insbesondere einen riesen Dank an Joachim Trimmel und Marlies Koch!

Vielen herzlichen Dank an unsere Subventionsgeber, Sponsoren und Kooperationspartner und natürlich ein extra großes Dankeschön an unser wunderbares und so herzliches Publikum!!!

Wir beide freuen uns jetzt auf die spannende Aufgabe, den nächsten THEATER SOMMER KLAGENFURT zu planen. Es wird auf alle Fälle eine Herausforderung werden und wir freuen uns jetzt schon, viele bekannte Gesichter auch im nächsten Jahr wiederzusehen! Bis dahin halten wir euch hier natürlich am Laufenden – macht’s es gut!!!

Robert Saringer & Wilhelm Prainsack

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