Apfeltalk – Halbzeit & Bestandsaufnahme

Jetzt ist es schon wieder einmal soweit: Kaum sind die Theaterleut angekommen, sind sie auch schon fast wieder weg. Schon lustig, wenn man bedenkt, wie viel Zeit die sich immer nehmen, aber trotzdem vergeht dann alles so schnell… Aber das ist nun einmal so. Mein Zwischenfazit ist: Es läuft super und die Besucher gehen glücklich und extrem gut gelaunt nach den Vorstellungen ihrer Wege. Das ist für die Theaterleut auch das wichtigste, die meinen sogar, dass genau das die Anforderung des THEATER SOMMER KLAGENFURT sein soll! Aber sonst sind auch schon so allerhand Dinge passiert, die ich sowas von gar nicht für mich behalten kann:

Der erste „Bittwoch“ der Saison ist lupenrein über die Bühne gelaufen. Die Vorstellung war natürlich wieder so knackevoll, dass man mir fast die Sicht versperrt hat. Aber Mein Gott – da darf man sich wirklich nicht aufregen, ist ja für einen guten Zweck. Und schöne Sachen ham´s da bekommen, das sag ich dir: Einen Haufen an Spirituosen, Wein, Sekt, CD´s, DVD´s, Bilder, Bücher, Flaschenwärmer, Gewand, ein Schokobrunnen und und und… Falls du noch was zum Loswerden zuhause hast: Heute Abend geht der „Bittwoch“ in die letzte Runde für dieses Jahr! Und falls du etwas abstauben willst, komm zum „Spezialmenü“ am 18. Juli. Was da genau passiert, liess am besten selbst nach: www.bittwoch.at

So ging es beim ersten „Bittwoch“ 2012 zu. Wer wird beim Spezialmenü dann wohl mit welchem Geschenk nach hause gehen?

Dann ist was geiles passiert: Stell dir vor, du sitzt im Theater und es fängt an zu regnen. Ziemlich blöd, oder?

2011 – Regenunterbrechung

Schlussapplaus in der Alpe Adria Galerie, 2011

Das ist einem deutschen Urlauberpaar bei der einzigen verregneten Vorstellung im letzten Jahr passiert. Dann haben die beiden aber nicht abgewartet, denn die Vorstellung wurde dann ja eh in der Alpe Adria Galerie zu Ende gespielt. Heuer kamen sie wieder zum Urlauben an den Wörthersee und freuten sich einen Haxen aus, dass das „Rössl“ wieder gespielt wird. So haben die beiden sich das Stück ab der Pause zu Ende angesehen und saßen gleich neben mir. Was die zwei gelacht haben… da hab ich als ganzer mitgescheppert.

Dann war da auch noch eine Frau da, die gleich zwei weitere Frauen mitgenommen hat. Die mit den feuerroten Haaren hat einen Text geschrieben – aber Hallo! – vom feinsten… Und gemeinsam mit der Blonden und der Brünetten haben sie den nach der Vorstellung dann vorgelesen.

Astrid, Veronika & Isabella Feimer lesen

Die rothaarige, also Isabella Feimer, hat tags darauf im Rahmen des Bachmannpreises gelesen, da hab auch ich ihr die Daumen gedrückt. Den Preis hat aber eine andere mit einer anderen Frisur (da sag ich jetzt lieber nix dazu) abgeheimst…

Und dann ist mir mal mein Herz stehengeblieben, frage nicht – so dermassen erschreckt hab ich mich… In einer Szene hebt ein Schauspieler den anderen kopfüber. Falls du das Stück „Das verflixte zehnte Jahr“ schon gesehen hast, wirst du mir beipflichten können, dass das jetzt ein bissl schwierig zu beschreiben ist, was die zwei da machen. Auf jeden Fall haben sie es an diesem besagten Tag anders gemacht. Und zwar so, dass einer ein blaues Auge und der andere ein blutiges Knie und eine aufgerissene Hose davongetragen hat. Schön war das nicht – obwohl man sagen muss: gut, dass da nicht mehr passiert ist, auf diesem Pflastersteinboden…! Das Publikum hat das glaub ich gar nicht so recht mitgekriegt, weil die beiden so dermassen professionell weitergespielt haben, dass die gedacht haben müssen: Wow, gewagte Choreographie.

Aber so ist es oft im Leben. Meistens, wenn was passiert, ist es eh nicht so schlimm – dafür kommt es aber irgendwann dann dicke. Aber weisst was: in meinem Fall, und in dem der Theaterleute will ich mir wünschen, dass das noch möglichst lange auf sich warten lässt!

In dem Sinn: Neun Vorstellungen kannst mich noch bewundern kommen – in keinen zwei Wochen mehr werde ich dann wieder für ein Jahr von den schönen Erinnerungen an die letzten drei THEATER SOMMER KLAGENFURT alleine im Innenhof zehren müssen.

Ich – während der Proben, 2012

Alles Liebe,

Dein Apfel

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Anekdote, aus dem Nähkästchen geplaudert, Bachmannpreis, Bittwoch, Der Apfel, Kärntner Kultursommer, Rundherum

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s